Jugend in der Kirche

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Christel
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Jugend in der Kirche

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 11. November 2018, 12:37

Jugendsynode
Papst Franziskus fragt die Jugend

Worum ging es?
Die Bischofssynode berät den Papst. An der Synode nahmen Bischöfe teil, die von den nationalen bzw. regionalen Bischofskonferenzen gewählt werden. Vom 3. bis zum 28. Oktober 2018 tagte die Ordentliche Versammlung der Bischofssynode zum Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“.
https://www.bdkj.de/themen/jugendsynode/?L=0
BDKJ zieht überwiegend positive Bilanz zum Ende der Jugendsynode in Rom und fordert weitere Schritte in Deutschland

Zu der heute in Rom zu Ende gegangenen Jugendsynode zieht der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ein überwiegend positives Fazit. „Die Synode hat bewiesen, dass die Themen, die jungen Menschen wichtig sind, dann in der Kirche vorkommen, wenn man sie selbst fragt, auf sie hört und einen Dialog auf Augenhöhe mit ihnen führt. Dieses Prinzip gilt es nun auf allen Ebenen der Kirche - von der Pfarrei bis zur Ebene der Bischofskonferenz – fortzuführen“, sagte der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie, der als einer von insgesamt 49 Auditores (Gasthörer*innen) an der Synode teilnahm. https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/d ... ng-stimmt/

„Christ in der Gegenwart“ kritisiert das Abschlussdokument:
Weil der 55-seitige Endtext in allen Punkten eine Zweidrittelmehrheit brauchte, um angenommen zu werden, hat man den teilweise mutig formulierten Entwurf in 360 Änderungsanträgen weichgespült. So wurde zum Beispiel anfangs gefordert, die Kirche möge ihre „verurteilende Haltung“ in Fragen der Sexualität aufgeben. Das findet sich im Abschlussdokument nicht mehr. Stattdessen betont der betreffende Artikel nun, die Kirche verfüge über eine reiche Tradition auf diesem Feld, zu finden etwa im Katechismus oder in der Theologie des Leibes von Johannes Paul II.

Wollte die Kirche nicht gerade jungen Leuten näherkommen? Hat man eine weltweite Online-Umfrage gebraucht, Rückmeldungen aus den Bischofskonferenzen eingeholt und eine Vorsynode mit 300 jungen Menschen veranstaltet, um am Ende zu einem derart weltfremden, harmlosen „Ergebnis“ zu gelangen? Es scheint, dass die weltweite Kirchenleitung den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen hat.
Mehr: https://www.herder.de/cig/cig-ausgaben/ ... =C72986956
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Christel
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Re: Jugend in der Kirche

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 11. November 2018, 12:46

Jana

Um Glaube, Liebe und die großen und kleinen Ereignisse im Leben junger Menschen geht es im neuen evangelischen Youtube-Kanal "Jana".
Das Youtube-Angebot richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren. Begleitend zum Youtube-Kanal ist Jana auch auf den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram präsent. Das Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird vom GEP und von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) gemeinsam verantwortet. Produziert wird der Kanal von dem Online-Video-Unternehmen Mediakraft aus Köln.

"Wir möchten jungen Menschen zeigen, wie aktuell die christliche Botschaft auch heute ist und sie dort erreichen, wo sie medial unterwegs sind. Und das sind derzeit vor allem Youtube, Instagram und Facebook", erklärte GEP-Direktor Jörg Bollmann. aej-Generalsekretär Mike Corsa fügte hinzu, Jugendliche fänden "in ihren Medien auf Fragen zu Glaube und Spiritualität fast keine Antworten". Mit dem neuen Youtube-Angebot wolle die Kirche mit ihren Antworten im Alltag junger Menschen präsenter werden.
https://www.evangelisch.de/inhalte/1495 ... na-startet
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Re: Jugend in der Kirche

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 11. November 2018, 12:59

Valerie und der Priester

Valerie Schönian ist eine junge Journalistin. Sie begleitet ein Jahr lang den Priester Franziskus von Boeselager. Ihre Frage: Warum bist Du Priester? Valerie und der Priester ist ein Projekt des Zentrums für Berufungspastoral der Deutschen Bischofskonferenz.

Das Projekt „Valerie und der Priester“ will zwei Menschen aus verschiedenen Lebensrealitäten einander begegnen lassen: Großstadt- trifft auf Kirchenwelt, Freiheits- auf Traditionsliebe. Eine, die die katholische Kirche für ein verstaubtes Antiquariat hält, trifft einen, der alles für Gott gibt, weil ihm der Glaube so viel gibt.
https://valerieundderpriester.de/about

https://www.facebook.com/ValerieSchoenian/
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Re: Jugend in der Kirche

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 14. November 2018, 20:25

Nochmal zur
Jugendsynode:
Weil der 55-seitige Endtext in allen Punkten eine Zweidrittelmehrheit brauchte, um angenommen zu werden, hat man den teilweise mutig formulierten Entwurf in 360 Änderungsanträgen weichgespült. So wurde zum Beispiel anfangs gefordert, die Kirche möge ihre „verurteilende Haltung“ in Fragen der Sexualität aufgeben. Das findet sich im Abschlussdokument nicht mehr. Stattdessen betont der betreffende Artikel nun, die Kirche verfüge über eine reiche Tradition auf diesem Feld, zu finden etwa im Katechismus oder in der Theologie des Leibes von Johannes Paul II. https://www.herder.de/cig/cig-ausgaben/ ... =C72986956
Das überrascht mich nicht!
Wer war denn da stimmberechtigt?
Neben den traditionell stimmberechtigten Kardinälen, Bischöfen und Priestern hatte der Papst zwei männliche Laien, nicht geweihte Ordensbrüder, als stimmberechtigte Vertreter der Ordensgemeinschaften der Männer akzeptiert. https://www.katholisch.de/aktuelles/akt ... stimmrecht
Wurde nicht unter Johannes Paul II. ein konservativer Standpunkt … mit Ämtern, Kardinalswürden … belohnt…? Wurden andere Meinungen von Theologen innerhalb der Katholischen Kirche nicht abgestraft?
Wer schrieb denn den Weltkatechismus?
https://de.wikipedia.org/wiki/Katechism ... hen_Kirche

Es ist schwer abzuschätzen, was die 1,2 Milliarden Mitglieder der Katholischen Kirche glauben, welche Standpunkte sie in ethischen Fragen vertreten…
Aber die Diskrepanz zwischen dem, was aus Rom kommt und wie katholisches Christsein vielerorts gelebt wird,
sowie die Diskrepanz zwischen der Theologie, die aus Rom kommt und was katholische Theologen, auch Bischöfe anderenorts meinen…
fällt schon auf.
Ketzerisch gefragt: Ist Rom, der Vatikan einseitig? Wenn ja, inwieweit ist er dann in der Lage die Römisch-Katholische Kirche tatsächlich zu repräsentieren?
„Katholisch“ bedeutet doch, dass da Raum für alle sein muss, oder? Also nicht nur für Konservative Traditionalisten mit einer merkwürdigen Sexualmoral, sondern auch für Reformer… - Nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen, auch im Amt.

Katholisch:
Das griechische καθολικός katholikós leitet sich vom Adverb καθόλον katholon ab, eine Zusammensetzung aus der Präposition κατά katá ‚in Bezug auf‘ und dem Adjektiv ὅλον hólon ‚das Ganze‘.[1][2] Als Begriff für Mehreres, vielen Dingen gemeinsames taucht es schon bei Aristoteles und Polybios auf als Gegensatz zu καθ῾ ἕκαστον kath' ekaston für das Besondere, Einzelne.[2][3] Später festigte sich die Bedeutung von ‚gänzlich, allgemein‘, die Wortbedeutung von „Katholizität“ reicht daher von ‚das Allgemeine, das Ganze Betreffende‘, auch im Sinne von ‚das Integere, Ganzheitliche‘ bis zur ‚Fülle‘[2] als Gegensatz zu μερικός merikos ‚teilweise‘ und ίδιος idios ‚besonders, speziell‘.[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Katholizit%C3%A4t
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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