Papst Franziskus und der UN "compact for migration"

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niels
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Papst Franziskus und der UN "compact for migration"

Ungelesener Beitrag von niels » Mittwoch 31. Oktober 2018, 14:33

Estaunlich. wie sehr diese (frühere) Stellungnahme bzw. "Forderungskatalog" vom als Neo-Marxisten bekannten Papst Franziskus inhaltlich dem geradezu gleicht, was die UN in New York in den letzten Monaten als sog. "Compact for Migration" entwickelt hat, welcher - inzwischen hochumstritten - vor allem von Staaten wie der BRD forciert und vorangetrieben wird, während Länder wie die USA u.a. bereits ihre Absage erteilt haben.

Der ungewöhnlich als "compact" bezeichnete Pakt liefert einen wesentlichen Schritt in Richtung Ermächtigung der UN und globaler staatlicher Entitäten zu einer Art "Weltregierung", wo bisher noch kein Staatswesen politische Macht inne hatte oder ausüben konnte. Zu Lasten der Selbstbestimmung der Menschen / Einwohner von Ländern sollen Befugnisse/Macht weiter " nach oben" auf internationale bis globale Ebenen gereicht werden, während Grundrechte wie die auf freie Rede und Selbstbestimmung weltweit weiter eingeschränkt werden sollen.

Schon vor 10-15 Jahren propagierten beide Staatskirchen neo-sozialistische und neo-marxistische Ideen und Ziele (in Predigten u.a. Ejakulaten bemantelt unter Termini wie "Wachstumsglaube", "Flüchtlingshilfe", "Umfairteilung", "Klimarettung" und "Umweltschutz"...) , wie sie inzwischen selbstverständlich zu Realpolitik in Deutschland und Teilen der EU wurden. Arme und staatlich zwangsbekindergärtnerte Untertanen sind potentiell leichter zu (re)missionieren - so einst ein hoher deutscher Kirchenfunktionär in einem Interview. Zudem erhoffe man sich, durch die starke Durchmischung von (den bis dahin als "ausmissioniert" geltenden Deutschen, obgleich in Ostdeutschland die anteilig meisten Nichtreligiösen der Erde leben) mit "möglichst volksgläubigen" Moslems eine "Vorbildwirkung" und "sozialen Druck" zu erzeugen, der eine "Rückbesinnung zu mehr Volksgläubigkeit" führe - also den Staatskirchen wieder mehr Macht beschaffe. Aus guten Gründen wurde Franziskus von den Kardinälen gewählt, die von ihm eine "Erneuerung" und "Stärkung" der Amtskirche erhofften).

Wenig verwunderlich ist da, daß in Deutschland vor allem im kirchlicheren Westen (Altbundesländer) die Zustimmung, ja sogar die fanatische Anbetung neo-marxistischer Ideen und die Unterstützung der täglich totalitärer werdenden Regierungspolitik merklich größer ist als in den neuen Bundesländern.

Nahezu alle Bundestagsparteien bestehen parteiübergreifend (inklusive der SED) in ihren personellen Spitzen und vordersten Riegen aus überzeugten Kirchenfunktionären.

In den USA spielen Amtskirchen (außer unter einigen katholischen Latinogruppen) keine Rolle. Religionen sind dort slauch nicht staatlich privilegiert. Religion ist dort Privatsache. Die Unterstützung des Neomarxismus kommt dort vornehmlich aus staatlichen Bildungseinrichtungen - von Leuten, die von der sozialistischen Ausweitung des Staatswesens träumen, an der sie - als staatlich Bedienstete und/oder finanzierte - meist persönlich mittelbar profitieren. Nur ein kleiner Teil der tausenden Kirchen dort unterstützt die politische Agenda der UN, die sich vom uniliteralen Gremium zur "demokratischen Weltregierung" hochbauen will, weshalb sie immer mehr "Bedarf" an mehr Macht für die UN herauskehrt.

Holuwir
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Re: Papst Franziskus und der UN "compact for migration"

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Mittwoch 31. Oktober 2018, 17:42

Wäre doch nicht schlecht, eine Weltregierung. Das Nationendenken hat doch nur Feindseligkeiten zur Folge. UN ist der richtige Weg. Wir könnten mal mit den Vereinigten Staaten von Europa anfangen.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

Christel
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Re: Papst Franziskus und der UN "compact for migration"

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 31. Oktober 2018, 22:29

niels hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 14:33
vom als Neo-Marxisten bekannten Papst Franziskus
Franziskus ein Neo-Marxist? Weshalb?
Bereits im Judentum vor Christus und natürlich auch bei Jesus ist die Option für die Armen, Gerechtigkeit… zu finden. Franz von Assisi hat es gelebt, lange bevor der Marxismus entstand.
Neo-Marxismus?

Die Befreiungstheologien wurden auch von kirchlichen Vertretern pauschal als Marxismus verurteilt und bekämpft. Der Erzbischof von El Salvator Oskar Romero, der 1980 wegen seines Einsatzes für die Armen am Altar erschossen wurde, wäre unter Joseph Ratzinger niemals heiliggesprochen worden. Die Befreiungstheologien waren und sind wichtig, pauschalisieren ist falsch.

Zwischen Marxismus und vielen damaligen Befreiungstheologien oder dem, was Papst Franziskus heute meint, gibt es beträchtliche Unterschiede. - Ich weiß das, ich wurde noch in Marxismus in Schule und Studium unterrichtet.

Einsätze für die Armen, für Gerechtigkeit, auch Gütergemeinschaft sind nicht gleich Marxismus:
Die Apostelgeschichte 4,32-37 berichtet von eine Gütergemeinschaft in der Urgemeinde und weiter in Apg 5,1-11 von einem Betrug:
„Ein Mann namens Hananias aber und seine Frau Saphira verkauften zusammen ein Grundstück, und mit Einverständnis seiner Frau behielt er etwas von dem Erlös für sich. Er brachte nur einen Teil und legte ihn den Aposteln zu Füßen.“
Sie hatten gelogen und heimlich etwas behalten. – Die Lüge war das Problem, nicht das zurückbehaltene Eigentum. Denn Petrus sagte:
„Hätte es nicht dein Eigentum bleiben können und konntest du nicht auch nach dem Verkauf frei über den Erlös verfügen?“

„Rechte von Migranten schützen“
https://refugeesmigrants.un.org/migration-compact
https://www.deutschland.de/de/topic/pol ... n-staerken
Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 17:42

Wäre doch nicht schlecht, eine Weltregierung. Das Nationendenken hat doch nur Feindseligkeiten zur Folge. UN ist der richtige Weg. Wir könnten mal mit den Vereinigten Staaten von Europa anfangen.
So ist es. :)
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Christel
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Re: Papst Franziskus und der UN "compact for migration"

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 31. Oktober 2018, 22:37

PS:
14.07.2018

Migrationspakt der Vereinten Nationen
Vatikan hat hohe Erwartungen

Die UN hat einen gemeinsamen Migrationspakt beschlossen - mit Ausnahme der USA. Der Vatikan erhofft sich von dem Dokument mehr Zusammenarbeit zwischen den Staaten.

Der Vatikan hat vor den Vereinten Nationen in New York erneut zur Aufnahme und zum Schutz von Migranten aufgerufen. Besondere Erwartungen setzte er in den geplanten UN-Migrationspakt, sagte Erzbischof Bernardito Auza, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den UN, zum Abschluss der Beratungen über das Abkommen. Der weltweite Migrationsvertrag werde es für Staaten, die Zivilgesellschaft und jeden Einzelnen schwieriger machen, die Probleme Betroffener zu ignorieren und der gemeinsamen Verantwortung ihnen gegenüber nicht nachzukommen.
Mehr: https://www.domradio.de/themen/kirche-u ... n-nationen
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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