Dies ist die Nacht …

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Christel
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Dies ist die Nacht …

Ungelesener Beitrag von Christel » Samstag 31. März 2018, 21:56

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.

Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?
Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.
Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.
Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich. (Mk 16,1-8)


Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein.
Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.

Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.
Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.

Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte. (Joh 20,11-18)
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Dies ist die Nacht …

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Samstag 31. März 2018, 23:18

😊 👍 🙏 💞
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
Willy Meurer (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, Toronto

Christel
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Re: Dies ist die Nacht …

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 18. April 2018, 22:26

Als die Frauen in aller Frühe zum Grab Jesu kamen, als eben die Sonne aufging, da war es geschehen. Die Nacht verhüllt die Auferstehung Jesu. Niemand kann ehrlicherweise sagen WIE die Auferstehung abgelaufen ist.

Maria von Magdala war als erste am Grab, frühmorgens, als es noch dunkel war.
Das einzige, was sie begriff, Jesus ist tot und nun ist auch noch sein Leichnam weg: „Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.“ Joh 2,20

Die Jünger kamen, sahen sich das an und gingen wieder nach Hause.

Maria von Magdala blieb!
Sie weinte, war erstarrt und nur von dem Gedanken beherrscht: „Wo ist er Leichnam?“
Maria beginnt sich zu bewegen. Sie sucht!
Maria wendet sich um. Sie sieht und sieht doch nicht. Sie sieht und erkennt doch nicht.
Denn Maria wird nur von dem einen Gedanken beherrscht: „Wo ist er Leichnam?“
Selbst an seiner Stimme erkennt sie Jesus nicht gleich!
Erst als Jesus sie beim Namen ruft: „Maria!“, da gehen ihr die Augen auf und sie erkennt ihren Herrn Jesus. Erst da begreift Maria von Magdala: „Ich habe den Herrn gesehen.“

Jesus sagt: „Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir.“ Joh 10,27

Man muss Jesus eine Weile begleitet, einige Zeit mit ihm verbracht haben, um mit ihm vertraut zu sein, um seine Stimme zu erkennen, um ihn an seiner Stimme zu erkennen.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Dies ist die Nacht …

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Montag 30. April 2018, 21:07

Das weiß ich gar nicht. Im Nachhinein kann ich den Moment nicht mehr festmachen, ab dem ich seine Stimme hörte...
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
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