Was die Welt Im Innersten zusammenhält

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Holuwir
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 16. Dezember 2018, 10:22

Christel hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 23:10
Doch, wenn in der Anfangssingularität, die uns bekannten Naturgesetze nicht gegolten haben können, dann waren sie nicht dafür verantwortlich „unsere Welt entstehen zu lassen wie sie jetzt ist“.
Wenn du irgendwann einmal bereit sein solltest, meine Frage ihrem Sinne nach zu beantworten und nicht mit der spitzfindigen Erklärung, dass sich in der ersten Mikrosekunde nach dem Urknall ja noch nicht die 4 Grundkräfte der Physik herauskristalliisiert hatten, können wir gern unsere Diskussion fortsetzen. 8)
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Holuwir
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 16. Dezember 2018, 10:26

emery hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 22:15
Aber ich habe auch den Glauben, mit dem ich aufgewachsen bin, aufgegeben und habe die Glaubensgemeinschaft verlassen. Das war nicht einfach. Woran wir intensiv glauben, bestimmt einen guten Teil unserer Identität. Und wenn wir das aufgeben, liegt die Identiät in Scherben. Trifft vielleicht nicht auf jeden zu. Ich habe jedenfalls mehrere Jahre die Schritte Schock, Wut und schließlich Akzpetanz und Neuorientierung durchlaufen.
Bei mir waren es Jahrzehnte und ich habe nicht das Gefühl, das abgeschlossen zu haben.
Ich habe lange einen harten, naturalistischen Standpunkt vertreten -- bis ich den dann auch aufgegeben habe.
Mich würden deine Gründe dafür interessieren. Für mich ist die Natur die einzige wirkliche Konstante in dieser Welt und zugleich der absolut unbestechliche, neutrale und stetige Richter. Es ist nur schwierig, seine Antworten zu erfahren. Glücklicherweise haben wir dafür die Naturwissenschaft.
Wenn ich einen Satz lese wie: "Alle diese Wirkungen können wir in einzelne Schritte zerlegen und stellen dabei fest, dass letztendlich alles Geschehen in unserem Universum auf die 4 physikalischen Grundkräfte zurückzuführen ist." dann finde ich nicht, dass dieser Satz zu kurz greift (also irgendwelche Götter und Geister auch eine Rolle spielen oder so), sondern, dass er zu weit greift: Der Satz erfordert einen Akt des Glaubens, den ich für unnötig halte.
Ja, es ist gewissermaßen Glauben erforderlich, denn wir sind dabei auf das kollektive Wissen der Menschheit angewiesen. Selbst können wir gar nichts herausfinden. Aber ich kann all das, was ich höre und lese mit meinen Wahrnehmungen vergleichen und wenn alles immer und immer wieder zusammenpasst, alles sich wie ein Puzzle mit unendlich vielen Teilen harmonisch zusammenfügt, warum sollte ich zweifeln?
Aber warum greift dieser Satz zu weit und ist deswegen unnötig? Bitte erklär mir das. Er macht doch das Verständnis der Welt so einfach und ich liebe die Einfachheit.
__________________________________________________________________________
emery hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 05:36
Was meinst du: kann man das Standardmodell [als abstrakte Theorie] auf Wechselwirkung mindestens einer der 4 Grundkräfte der Physik zurückführen?
Nein. Das Standardmodell ist keine Naturerscheinung oder kein Naturereignis sondern ein geistiges Produkt, somit eine völlig andere Ebene. Im weitesten Sinne indirekt hingegen schon, denn auch die Denkfähigkeit des Menschen ist auf die elektromagnetische Wechselwirkung der Atome zurückführen, da alle chemischen Prozesse der Molekülbildung, auch im Gehiern, darauf zurückzuführen sind. Aber komplexe Computerprogramme können wir auch nicht auf die Herstellung der dafür notwendigen CPUs zurückführen, obwohl diese die dafür notwendige Voraussetzuzng darstellen. Machen wir es doch nicht extra kompliziert. :-)
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von emery » Sonntag 16. Dezember 2018, 13:14

Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 16. Dezember 2018, 10:26
warum sollte ich zweifeln?
Ja, warum eigentlich. Warum sollte irgendjemand an irgendetwas zweifeln.

Holuwir
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 16. Dezember 2018, 13:35

emery hat geschrieben:
Sonntag 16. Dezember 2018, 13:14
Ja, warum eigentlich. Warum sollte irgendjemand an irgendetwas zweifeln.
Um zu vermeiden, dass man angeschwindelt wird. Man sollte sinnvollerweise (Hypo-)Thesen oder Behauptungen anzweifeln, die nicht ausreichend belegt sind.
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von emery » Sonntag 16. Dezember 2018, 15:02

Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 16. Dezember 2018, 13:35
Man sollte sinnvollerweise (Hypo-)Thesen oder Behauptungen anzweifeln, die nicht ausreichend belegt sind.
Hehe. Okay.

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Sonntag 16. Dezember 2018, 18:02

Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 16. Dezember 2018, 13:35
Um zu vermeiden, dass man angeschwindelt wird.
Eigentlich hätte ich schreiben müssen: Man sollte Zweifel haben, um zu vermeiden, auf einen Schwindel hereinzufallen. Dass man angeschwindelt wird, kann man gar nicht vermeiden. ;-)

Übrigens, Behauptungen, die gar nicht belegt werden können, braucht man nicht anzuzweifeln, die kann man getrost komplett vergessen. Sie müssen zwangsläufig erfunden sein, denn gäbe es echte Hinweise auf sie, wären diese schon Beleg. 8)
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 16. Dezember 2018, 19:51

Holuwir, Du hast sehr viel Zeit investiert um unter „Kirchen und Religionen“ naturwissenschaftliche Beiträge einzustellen.
Zuletzt hast Du Dein Anliegen so präzisiert:
Holuwir hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 17:17
Die Frage, ob wir es für denkbar halten, dass die Welt in der Folge des Urknalls allein durch die der Materie innewohnenden physikalischen, unpersönlichen, unteleologischen Wechselwirkungen zustandegekommen sein kann, ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Diskussion.
Meine Antwort lautete klar NEIN:
Christel hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 23:10
Folglich muss ich deine Frage mit nein beantworten.
Und natürlich hatte ich dieses NEIN begründet.
Darüber hinaus bin ich zuvor schon, aber auch hier
Beitrag von Christel » Mi 12 Dez, 2018 23:10
auf weitere Aspekte Deines Anliegens eingegangen.
Damit dürfte Deine Fragestellung von mir voll umfänglich beantwortet worden sein. Ich hatte Dir sachlich geantwortet. Meine Antwort war völlig korrekt. - Solltest Du das anderes sehen, dann bitte ich um Korrektur.

Gut, die Antwort hat Dir nicht gefallen. – Doch ist dies ein Grund mir so zu kommen?
Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 16. Dezember 2018, 10:22
Christel hat geschrieben:
Mittwoch 12. Dezember 2018, 23:10
Doch, wenn in der Anfangssingularität, die uns bekannten Naturgesetze nicht gegolten haben können, dann waren sie nicht dafür verantwortlich „unsere Welt entstehen zu lassen wie sie jetzt ist“.
Wenn du irgendwann einmal bereit sein solltest, meine Frage ihrem Sinne nach zu beantworten und nicht mit der spitzfindigen Erklärung, dass sich in der ersten Mikrosekunde nach dem Urknall ja noch nicht die 4 Grundkräfte der Physik herauskristalliisiert hatten, können wir gern unsere Diskussion fortsetzen. 8)
Welche Spitzfindigkeit? Meine Antwort war korrekt. Auch Materie, Atome mussten sich erst bilden.
Ist das richtig oder nicht?
Weshalb werde ich für eine völlig korrekte Antwort von Dir abgewatschelt?

PS, übrigens Dein Umgang mit Ga-chen:
Holuwir hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 10:20
Ga-chen hat geschrieben:
Samstag 8. Dezember 2018, 23:06
Ga-chen hat geschrieben:
Mittwoch 5. Dezember 2018, 22:26
Wie ist denn die Welt entstanden, Holuwir?
Jetzt tust du so, als würde ich ja auch Fragen nicht beantworten. Ich halte deine Frage nicht für ehrlich,
Ga-chen, hat Dir zweimal diese Frage gestellt. Sie hat nicht so getan, als würdest Du die Frage nicht beantworten. Du hast sie tatsächlich nicht beantwortet!

Selbst, wenn Du der Meinung bist, dies irgendwann/irgendwo getan zu haben, dann hättest Du darauf verweisen können.
Was hindert Dich daran höflich und korrekt zu bleiben?
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von emery » Sonntag 16. Dezember 2018, 22:59

Holuwir, please don't take the bait. Please. Du bist die höflichste und aufrichtigste Person hier.

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Montag 17. Dezember 2018, 17:55

Holuwir hat geschrieben:
Donnerstag 29. November 2018, 22:30
Wenn wir die wundervollen Objekte der Natur betrachten, sind wir Menschen geneigt, eine Intelligenz dahinter zu sehen, die dies alles erdacht und ihre Entstehung gelenkt hat. Das ist naheliegend, denn wir sind ja auch sonst mit einer Welt umgeben, die zielgerichtet von Menschen gestaltet worden ist. Wenn wir nun die Natur betrachten und sehen, wie alles so wunderbar zusammenwirkt, dann denken wir unwillkürlich, dass dies kein Zufall sein kann. Allein die Perfektion unseres Körpers ist so überzeugend, dass es unmöglich scheint, dass er von selbst entstanden sein könnte.

Aber was außer unserem subjektiven Empfinden spricht tatsächlich gegen eine umfassende Selbstorganisation der Materie? Die Wissenschaft fördert keine derartigen Erkenntnisse zu Tage. Im Gegenteil, sie erklärt umfassend, wie das Universum, das Sonnensystem, unsere Erde und das Leben auf ihr in all seiner Vielfalt von selbst entstanden sein kann. Nichts, aber auch gar nichts spricht dagegen. Und was spricht für eine schöpferische Einwirkung eines unsichtbaren, undenkbaren Wesens? Dafür gibt es überhaupt keinen Ansatzpunkt. Und es sind keine Kräfte auszumachen, die anders wirken könnten, als die blinden, ungerichteteten vier Grundkräfte der Physik, die bar jeder Intelligenz sind.

Christel hat geschrieben:
Montag 26. November 2018, 19:12
Seit Jahren weigere ich mich Gott in eine menschliche Wissenslücke als Lückenbüßer einzusetzen...
Recht getan, denn die Wissenschaft hat alle grundsätzlichen Wissenslücken bezüglich der Entstehung der Welt und des Lebens geschlossen. Ein Gott wird dafür nicht mehr gebraucht.
Ich fragte dich, ob du das wirklich glaubst?
Was ist mit den beiden offenen Wissenslücken, due Wissenschaftler zugeben, du wirst sie doch kennen!

Wie ist deiner Meinung nach die Welt entstanden?

Vl können wir da mal ansetzen?

Wie ich darüber denke, schrieb ich schon!
Liebe Grüße von Ga-chen

................
Der Name YHWH (von rechts n. links) in paleohebräischer Bildersprache verrät so einiges
10. י Yud 10 HAND
5. ה He 5 ERBLICKE
6. ו Vav 6 NAGEL
5. ה He 5 ERBLICKE

HAND ERBLICKE oder SIEHE, NAGEL ERBLICKE oder SIEHE; zu dtsch.: Siehe, Erblicke die Hand, erblicke den Nagel!

Der Vater und der Sohn haben denselben Namen: YHWH!
(von Theodoric)

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von emery » Montag 17. Dezember 2018, 22:23

Ga-chen hat geschrieben:
Montag 17. Dezember 2018, 17:55
Was ist mit den beiden offenen Wissenslücken, due Wissenschaftler zugeben, du wirst sie doch kennen!
Es gibt tausende "Wissenslücken". Wenn es keine offenen Fragen mehr gäbe, dann könnten wir alle naturwissenschaftlichen Fakulẗaten schließen und die öffentliche Förderung einstellen. Dann würden wir in einer sehr traurigen, faden, flachen und armen Welt leben, in der alles, was wir wissen können für ewig in eine abzählbare Anzahl von Steintafeln gemeißelt ist. Dein Fokus auf die "beiden offenen Wissenslücken" zeigt, dass ... ähm ... deine Informationslage ausbaufähig ist. :)
Ga-chen hat geschrieben:
Montag 17. Dezember 2018, 17:55
Wie ist deiner Meinung nach die Welt entstanden?
Holuwir hat alles gesagt, was dazu aus seiner Perspketive zu sagen ist. Es gibt da nix hinzuzufügen. Oder in den Worten von Lee Smolin (der sowas, wie ich finde, großartig auf den Punkt bringen kann):
Wir Menschen sind die Species, die Dinge macht. Wenn wir daher etwas finden, das schön und komplex strukturiert erscheint, ist unsere nahezu instiktive Reaktion zu fragen: "Wer hat das gemacht?". Die allerwichtigste Lektion, die wir lernen müssen, wenn wir uns darauf vorbereiten uns dem Universum wissenschaftlich zu nähern, ist, dass dies nicht die richte Frage ist. Es ist wahr, dass das Univserum so schön und komplex strukturiert ist. Aber es kann nicht durch irgendetwas gemacht sein, dass außerhalb von ihm existiert, denn per Definition ist das Universum alles, was ist, und es kann nichts außerhalb von ihm sein. Und genausowenig kann es, per Definition, etwas vor dem Universum gegeben haben, das es verursacht hat, denn wenn irgendetwas existiert hat, muss es Teil des Universums gewesen sein. Daher muss das erste Prinzip der Kosmologie sein: "Es gibt nichts außerhalb des Universums".

Dies soll nicht Religion oder Mystizismus ausschließen, denn es gibt immer Raum für diese Quellen von Inspiration für diejenigen, welche sie suchen. Aber wenn es Wissen ist, was wir anstreben, wenn wir verstehen wollen, was das Universum ist und wie es so geworden ist, müssen wir Antworten auf Fragen zu den Dingen suchen, die wir sehen, wenn wir uns umschauen. Und die Antworten können nur Dinge einschließen, die im Universum existieren.
Bevor du also in rechtschaffene Empörung ausbrichst, fände ich es sinnvoll, wenn du dich hinsetzt und darüber reflektierst, warum die Frage nach der Entstehung der Welt, so wie du sie jetzt verstehst, aus der Sicht der Naturwissenschaften nicht sinnvoll ist.

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Montag 17. Dezember 2018, 23:50

Hallo emery, warum sollte ich in Empörung ausbrechen, wie kommst du bloß darauf?
Ah, es wäre deiner Meinung nach sogar "rechtschaffen" das zu tun? Entschuldige, wenn ich schmunzeln muss....

Das ist doch eine einfache Frage, wie die Welt entstanden ist. Die kann man doch sicher in einem Satz beantworten, wenn man das weiß, oder?

Und, ach guck, ich wusste gar nicht, dass es mehr als 2 Wissenslücken gibt 😉, da hab ich wieder was dazugelernt 😊 aber vl sind sie ja nicht so entscheidend, wie die beiden.

Ach so....warum ist die Frage aus Sicht der Naturwissenschaft nicht sinnvoll?

Und....ach so....Holuwir schrieb was anderes,
Zitat:
Recht getan, denn die Wissenschaft hat alle grundsätzlichen Wissenslücken bezüglich der Entstehung der Welt und des Lebens geschlossen. Ein Gott wird dafür nicht mehr gebraucht.
Daran knüpfte ich an, weil ich definitiv von 2 Wissenslücken weiß.....die mich im übrigen überrascht haben, als ich davon hörte, da ich bis dahin wie Holuwir dachte, es sei alles geklärt.
Deshalb bin ich neugierig, wie er mir die Entstehung des Universums erklärt, also den Beginn, ganz von Anfang an....nicht, wie sich alles entwickelt hat, das kann zunächst außen vor bleiben.....nur der Moment des Beginns....
Liebe Grüße von Ga-chen

................
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10. י Yud 10 HAND
5. ה He 5 ERBLICKE
6. ו Vav 6 NAGEL
5. ה He 5 ERBLICKE

HAND ERBLICKE oder SIEHE, NAGEL ERBLICKE oder SIEHE; zu dtsch.: Siehe, Erblicke die Hand, erblicke den Nagel!

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Dienstag 18. Dezember 2018, 21:09

emery hat geschrieben:
Montag 17. Dezember 2018, 22:23
Holuwir hat alles gesagt, was dazu aus seiner Perspketive zu sagen ist.
Kann Holuwir nicht für sich selbst sprechen?
Woher willst Du das wissen?
Ich finde es spanender, wenn jeder seine eigene Perspektive kundtut.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Christel » Dienstag 18. Dezember 2018, 21:54

Frage an Holuwir:

Hallo Holuwir, Du hattest doch mal geschrieben, dass Du mit Albert Einstein übereinstimmst.
Wo ordnest Du in Deinem Weltbild die Vernunft ein?

Hier kommt die Vernunft nicht vor:
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 8. Dezember 2018, 22:03
Christel hat geschrieben:
Freitag 7. Dezember 2018, 20:05
Die 4 Grundkräfte der Physik beschreiben nur innerweltliche Wechselwirkungen, daher ist damit nichts über Gott ausgesagt.
Genau das ist meine Aussage! Ausgehend vom Urknall haben diese physikalischen, innerweltlichen, unpersönlichen, unteleologischen Wechselwirkungen ausgereicht, vollumfänglich unsere Welt entstehen zu lassen wie sie jetzt ist. Meine Frage an dich (und natürlich auch an Ga_chen und jeden sonst Interessierten) war, ob wir darin Konsens haben. Nun redet doch mal nicht weiter drumherum wie die Katze um den heißen Brei, sondern antwortet mit einem eindeutigen Ja oder Nein, damit wir hier in dieser Diskussion darüber endgültig Klarheit haben. Gott ist hier nicht das Thema.

Albert Einstein schrieb (Ich zitiere aus: https://gedankenfrei.files.wordpress.co ... nstein.pdf - Die Hervorhebung ist von mir.):
Welch ein tiefer Glaube an die Vernunft des Weltenbaues und welche Sehnsucht nach dem Begreifen wenn auch nur eines geringen Abglanzes der in dieser Welt geoffenbarten Vernunft mußte in Kepler und Newton lebendig sein, daß sie den Mechanismus der Himmelsmechanik in der einsamen Arbeit vieler Jahre entwirren konnten!
Das Wissen um die Existenz des für uns Undurchdringlichen, der Manifestationen tiefster Vernunft und leuchtendster Schönheit, die unserer Vernunft nur in ihren primitivsten Formen zugänglich sind, dies Wissen und Fühlen macht wahre Religiosität aus; in diesem Sinn und nur in diesem gehöre ich zu den tief religiösen Menschen.
Seine Religiosität liegt im verzückten Staunen über die Harmonie der Naturgesetzlichkeit, in der sich eine so überlegene Vernunft offenbart, daß alles Sinnvolle menschlichen Denkens und Anordnens dagegen ein gänzlich nichtiger Abglanz ist.
3. Jene mit tiefem Gefühl verbundene Überzeugung von einer überlegenen Vernunft, die sich in der erfahrbaren Welt offenbart, bildet meinen Gottesbegriff; man kann ihn also in der üblichen Ausdrucksweise als »pantheistisch« (Spinoza) bezeichnen.
Wieso spricht Einstein von "Vernunft", sogar einer uns überlegen "Vernunft" die sich in der Natur/ im Weltenbau offenbart, wenn doch "Vernunft" lediglich ein zufälliges Evolutionsprodukt ist und nur uns Menschen zu eigen?
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Dienstag 18. Dezember 2018, 22:42

Christel hat geschrieben:
Sonntag 16. Dezember 2018, 19:51
Meine Antwort war korrekt. Auch Materie, Atome mussten sich erst bilden.
Ist das richtig oder nicht?
Natürlich ist das richtig. Aber das stand doch nie in Frage. Die Frage war vielmehr, ob die der Materie innewohnenden vier Grundkräfte der Physik ausreichten, um die Welt und alles darin, einschließlich uns, unteleologisch entstehen zu lassen. Dass Materie dazu erst existieren musste, ist ja wohl eine Selbstverständlichkeit. Und dennoch hast du meine Frage verneint, eben mit der Begründung, dass es ja nach dem Urknall eine Zeit gab, als noch keine Materie existierte und demzufolge auch keine von ihr ausgehenden Kräfte. Diese Zeit währte kürzer als eine Mikrosekunde. Die Antwort für die 15 Milliarden darauf folgenden Jahre zu geben, kam dir nicht in den Sinn. Das "Nein" zu der Frage, ob Materie in der Mikrosekunde davor existierte, blieb so stehen und du verteidigst es auch jetzt noch als korrekte Antwort auf meine Frage.

Langer Rede kurzer Sinn: Du hast meine Frage nach wie vor nicht beantwortet. Aber lass es ruhig. Ich weiß, sie rüttelt an den Grundfesten deines Glaubens. Die Antwort wäre nur für dich selbst wichtig. Du brauchst sie nicht öffentlich zu machen.

am 9.1.19 Schreibfehler geändert: 'teleologisch' war falsch. Es muss natürlich 'unteleologisch', also nicht zielgerichtet, geplant heißen.
Zuletzt geändert von Holuwir am Mittwoch 9. Januar 2019, 22:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Was die Welt Im Innersten zusammenhält

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Dienstag 18. Dezember 2018, 22:50

Die 4 Grundkräfte der Physik
halten die Welt, das Universum in ihrem Innersten zusammen. Alles was wir darin wahrnehmen, baut auf diesen auf. Ohne diese 4 Grundkräfte der Physik gäbe es nur ungerichtete Energie, teilweise geronnen zu ungeordneten Elementarteilchen, aber weder gasförmige, flüssige noch feste Materie. Wir wissen von ihnen teilweise erst seit Jüngstem.

Hier eine kurze Zusammenfassung:
Starke Kernkraft 1963
Durch die Starke Kernkraft werden Elementarteilchen, die Quarks, zu Protonen und Neutronen zusammengehalten. Diese bilden den Kern der Atome. Zuerst entstand das Wasserstoffatom mit nur einem Proton, das als die Mutter aller Atome angesehen werden kann, da alle anderen Elemente daraus entstanden sind. (Der Vollständigkeit halber will ich erwähnen, dass auch Helium- und noch weniger Lithium-Atome direkt entstanden und nicht erst aus Wasserstoff hervorgegangen sind.) Auch heute noch ist das Wasserstoffatom das häufigste Element im Universum. Ohne die Starke Kernkraft gäbe es keine Protonen und Neutronen und damit keinerlei Materie.

Gravitation (Isaac Newton 1642 - 1726)
Allen Atomen ist die gravitative Wechselwirkung, auch Schwerkraft genannt, zu eigen. Diese hat zur Folge, dass sich Atome gegenseitig anziehen, auch über sehr große Entfernungen hinweg. Durch diese Anzihungskraft bildeten die im Urknall entstandenen Wasserstoffatome Klumpen im Universum, die Himmelskörper.

Schwache Kernkraft (Enrico Fermi 1901 - 1954)
Ab einer bestimmten Größe dieser Himmelskörper steigen in deren Innern Druck und Temperatur soweit an, dass Protonen der Wasserstoffatome stark zusammengedrängt werden, so dass die Schwache Kernkraft sie schließlich zusammenhält. Es ist dann ein neues Element entstanden, Helium. Dabei wird Energie frei. Der Himmelskörper wird dadurch noch heißer und beginnt zu leuchten. Der Verschmelzungsvorgang setzt sich aufgrund dieser hohen Temperatur ununterbrochen fort. Wir nennen solche heißen Himmelskörper Sterne oder speziell den uns am nächsten liegenden, Sonne. Alle Sterne sind heiße Atomreaktoren, in denen Atomkerne miteinander fusionieren und neue Elemente wie Kohlenstoff, Sauerstoff, Kalzium usw. hervorbringen, Elemente aus denen unsere Erde und letztendlich auch wir bestehen. Auch wenn sich diese Elemente aufgrund ihrer gravitativen Wechselwirkung auf engsten Raum zusammenziehen, sind sie bei den hohen Temperaturen gasförmig, d. h. die Atome bewegen sich ungeordnet im Raum und bilden keine feste Materie.

Elektromagnetische Wechselwirkung (James Clerk Maxwell 1831 - 1879)
Erst wenn sie unter 5000 °C abkühlen, wird eine weitere der 4 Grundkräfte, die elektromagnetische Wechselwirkung, wirksam, indem sie stärker wird, als die Bewegungsenergie (=Wärme) der Atome. Sie können sich dadurch aneinanderhängen und Kristalle und Moleküle bilden. Es entsteht flüssige und feste Materie. Erst auf dieser Basis konnten sich Planeten und Monde mit fester Materie bilden, deren äußere Bereiche zum überwiegenden Teil aus Molekülansammlungen bestehen. Auch konnten spezielle Moleküle entstehen, die in abgeschlossenen Umhüllungen fortdauernde Stoffwechselprozesse in Gang setzten, was wir Leben nennen. Die Evolutionstheorie zeigt auf, wie sich durch die elektromagnetische Wechselwirkung der Atome und Moleküle (=chemische Prozesse), Organismen aus einfachsten Anfängen heraus zu immer komplexeren Formen weiterentwickelten.

Naturwissenschaft vs. Schöpfungslehre
Wie die angegebenen Jahreszahlen andeuten, ist das Wissen um diese Kräfte noch sehr jung. Aber erst mit der Kenntnis dieser Kräfte war es möglich, eine schlüssige Theorie über die Entstehung der Welt zu entwickeln. Davor musste man sich mit der Idee, es könne unsichtbare, sog. geistige Wesen geben und ein allmächtiger Gott habe alles erschaffen. Es war über Jahrtausende die einzig plausible Erklärung. So ist es verständlich, dass es bis auf wenige Ausnahmen eine breiteste Übereinkunft darüber gab. Dass niemand auch nur die geringste Vorstellung hatte, wie das hätte vor sich gehen können, schrieb man einfach der begrenzten Auffassungsgabe des menschlichen Geistes zu. Mit den neuen Erkenntnissen jedoch haben wir eine bestens belegte, schlüssige Vorstellung, wie das Universum, das Sonnensystem, unsere Erde, das Leben auf ihr und der Mensch entstanden sein kann. Insofern ist es äußerst verwunderlich, dass es trotzdem viele Menschen gibt, die weiterhin an den jahrtausendealten, völlig aus der Luft gegriffenen Vorstellungen festhalten.

Warum tun sie das?
Werden die Menschen besser, wenn sie an Schöpfung und damit an Gott glauben? Werden sie friedlicher? Haben sie eine höhere Moral? Geben sie dann Herrschaftsansprüche auf? Achten sie mehr auf Menschenrechte für alle? Die Geschichte zeigt, dass dem nicht so ist.
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