Bringt die LSR AG die Bevölkerung in der VG Dingelstädt um?

Politik und Bürger in Dingelstädt

Moderatoren: niels, FENRIS, Politik und Gesellschaft

Forumsregeln
Dingelstädt im Eichsfeld Wiki
Miriam Kellner
seltener Besucher
Beiträge: 4
Registriert: Dienstag 5. April 2011, 01:19
PLZ: 37308
Wohnort: Heilbad Heiligenstadt

Re: Bringt die LSR AG die Bevölkerung in der VG Dingelstädt

Ungelesener Beitrag von Miriam Kellner » Sonntag 10. April 2011, 23:53

niels hat geschrieben:Da LSR u.a. auch Teile der Abfälle als "Brenstoffe" anbietet, wäre auch denkbar, das LSR selbst welche z.B. zur eigenen Energiegewinnung verwertet usw.
Niels, sprich nicht von Sachen, von denen Du keine Ahnung hast. Einerseit behauptest Du, Du seist- von Bekannten- ueber den Produktionsprozess informiert, andererseits schreibst Du so einen Scheiss/ Wenn das Unternehmen Geld sein Geld mit Ersatzbrennstoff verdient, wie daemlich ist es zu spekulieren, dass es seine Handelsware in Rauch aufgehen laesst?

Benutzeravatar
niels
Site Admin
Beiträge: 2256
Registriert: Freitag 22. März 2002, 16:15
PLZ: 37075
voller Name: Niels Dettenbach
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Re: Bringt die LSR AG die Bevölkerung in der VG Dingelstädt

Ungelesener Beitrag von niels » Montag 11. April 2011, 07:30

@Liborius
...soviel dann nochmal zum Thema "Umgangston".

@Miriam_Kellner
Ich habe weder behauptet, den Produktionsprozess im Detail - schon gar nicht in der aktuellen Form - zu kennen (genau das Gegenteil) noch, das die LSR selbst ihre Brennstoffe verbrennt. Letzteres habe ich (explizit) als lediglich eine (von einer Vielzahl denkbaren) Option / Unwägbarkeit dargestellt, die Liborius' "Ferndiagnose" in Frage stellt - nicht aber (wie auch er) behauptet, "es sei so" und damit zur Tatsache deklariert.

Ich denke den Unterschied zwischen einer Tatsachenbehauptung und einer spekulativen Überlegung brauche ich hier nicht weiter darzulegen.

Btw:
Im übrigen verbitte ich mir (gem der Netiquette und im Namen der Moderation) einen derartigen Umgangston (egal von wem) hier im Forum - von wem auch immer. Wir sind nicht im Kindergarten, wo womöglich allein die Kraft des Ausdruckes über Recht haben bzw. bekommen entscheidet...
Zuletzt geändert von niels am Montag 11. April 2011, 07:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: typos, ergänzt

Liborius
Senior- Mitglied
Beiträge: 211
Registriert: Sonntag 27. Dezember 2009, 18:01
PLZ: 68740
Wohnort: Rumersheim le Haut

Re: Bringt die LSR AG die Bevölkerung in der VG Dingelstädt

Ungelesener Beitrag von Liborius » Dienstag 12. April 2011, 10:46

Miriam Kellner hat geschrieben:
niels hat geschrieben:Da LSR u.a. auch Teile der Abfälle als "Brenstoffe" anbietet, wäre auch denkbar, das LSR selbst welche z.B. zur eigenen Energiegewinnung verwertet usw.
Niels, sprich nicht von Sachen, von denen Du keine Ahnung hast. Einerseit behauptest Du, Du seist- von Bekannten- ueber den Produktionsprozess informiert, andererseits schreibst Du so einen Scheiss/ Wenn das Unternehmen Geld sein Geld mit Ersatzbrennstoff verdient, wie daemlich ist es zu spekulieren, dass es seine Handelsware in Rauch aufgehen laesst?
So einfach von der Hand zu weisen wäre nicht richtig, denn die Bilder der Emissioen der LSR (schwarze Rauchfahne) die mir ein Bekannter aus Dingelstädt mir zukommen lies, lassen solche Vermutungen zu. Es geht hierbei um die Entsorgung des unbrauchbaren Restmüll aus den gelben Säcken. Würde dies zutreffen, dann wäre das ein Verstoß gegen das BImSchG.
Der Prozeß für das stoffliche Recycling von Kunststoffen aus dem Hausmüll ist eigentlich recht einfach. Hier einmal ein Link des Marktführers in Deutschland. Die Firma Zech ist weltweit tätig und stolz darauf das Recycling ohne Umweltbelastung durchführen zu können.
http://www.zech-umwelt.com/_pdfs/leistu ... eu_scr.pdf

Die LSR macht meiner Ansicht nach einen gewaltigen Fehler. Statt auf die Bevölkerung zuzugehen und Wert auf Transparenz zu legen, geht sie auf Konfrontation. Es wäre doch recht einfach mit einem 'Tag der offenen Tür' für Jedermann verständlich den Prozeß zu erklären, die Schwierigkeiten mit der Trennung aufzeigen und wie sehr das Unternehmen auf die aktive Mithilfe der Bevölkerung angewiesen ist und die Mülltrennung in den 'gelben Sack' ernst nimmt. Es wäre auch sehr einfach die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium zu suchen, Projektgruppen der Umweltanalytik finanziell zu unterstützen und denen die chem. Analytik zu ermöglichen.
So machen das große Firmen mit großem Erfolg.

Benutzeravatar
niels
Site Admin
Beiträge: 2256
Registriert: Freitag 22. März 2002, 16:15
PLZ: 37075
voller Name: Niels Dettenbach
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Re: Bringt die LSR AG die Bevölkerung in der VG Dingelstädt

Ungelesener Beitrag von niels » Dienstag 12. April 2011, 11:32

denn die Bilder der Emissioen der LSR (schwarze Rauchfahne) die mir ein Bekannter aus Dingelstädt mir zukommen liess
Derartige Vermutungen würde ich als dortiger Bürger wahrscheinlich auch anstellen.

Allerdings kenne ich - wie gesagt - weder Fotos / Bilder noch die Situation sonst vor Ort (dazu bin ich schlicht zu selten in Dingelstädt).
Es geht hierbei um die Entsorgung des unbrauchbaren Restmüll aus den gelben Säcken
Ja,
auch als Nichtexperte ist für mich vorstellbar, das bei der Trennung großer Mengen an "gelber-Sack" Inhalten auch "Stoffe" anfallen, deren weitere [externe] Verwertung - abgesehen von einem Brennwert zur z.B. Energiegewinnung sich nicht lohnt oder eine Verbrennung ggf. zu etwas wie einer "Volumenverkleinerung" eingesetzt wird oder deren [externe] Entsorgung sogar ein Kostenfaktor für das Unternehmen darstellen könnte.

Ich behaupte nicht, DAS dies dort gemacht wird - ich würde mich halt nicht drauf festlegen, das dies kategorisch auszuschließen ist. Gerade WEIL bei LSR gleich eine ganze Reihe an Be- bzw. Verarbeitungsschritten am Rohstoff "gelber Sack" oder ev. auch anderen "Ausgangskonglomeraten" erfolgen, die neben technologischen auch wiederum komplexe ökonomische Fragen annehmen lassen, sind und bleiben alle Festlegungen von außen "Mutmaßungen".
Die LSR macht meiner Ansicht nach einen gewaltigen Fehler. Statt auf die Bevölkerung zuzugehen und Wert auf Transparenz zu legen, geht sie auf Konfrontation.
Danke!
Das sehe ich ähnlich.

Recht vorbildlich finde ich z.B. die im von Dir zitierten PDF - wenn auch (wohl im Sinne des Endanwenders) vereinfacht - abgebildete Verarbeitungskette, die den Verarbeitungsprozeß zumindest schematisch beschreibt (und z.B. auch "Produktreste" wie div. Gefahrstoffe nicht verschweigt usw.).
Es wäre doch recht einfach mit einem 'Tag der offenen Tür' für Jedermann verständlich den Prozeß zu erklären, die Schwierigkeiten mit der Trennung aufzeigen ...Es wäre auch sehr einfach die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium zu suchen, Projektgruppen der Umweltanalytik finanziell zu unterstützen und denen die chem. Analytik zu ermöglichen.
Deine Vorschläge halte ich (persönlich) für absolut begrüßenswert!

Ergänzen würde ich ggf. noch Kooperationsangebote mit der ja nicht allzuweit entfernten Uni Göttingen, die auch über exzellente Ausstattungen wie "Fach-Köpfe" verfügt.

Ein Unternehmer, der immerhin überzeugt von seiner Leistung für die Ökologie ist / sein kann, wird dies auch gern und im Detail zeigen (es ist ja Werbung für sein Konzept wie Produkt). Dazu gehört auch ein ehrlicher Umgang mit den ggf. immer noch bestehenden technologischen wie ev. auch umweltrelevanten Fragen. Nicht nur, aber gerade in der Ökologie wird Glaubwürdigkeit immer mehr zur Substanz eines ökologischen Produktes. Glaubwürdigkeit und Transparenz gehen Hand in Hand - das eine geht nicht mehr ohne das andere - schon gar nicht im anbrechenden Informationszeitalter.

So machen das große Firmen mit großem Erfolg
Eben,
auch ich sehe neben der m.E. bestehenden sozialen Verantwortung des Unternehmers nicht zuletzt auch die ökonomischen Potentiale, die sich im Umkehrschluß für die Unternehmung ergeben und bin (als Unternehmer) ein bischen verwundert, das man sich dieser Potentiale bei vielen regionalen Firmen (dazu gehört m.E. auch die LSR) bisher kaum bis gar nicht bedient.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste