Das christliche Schöpfungsverständnis

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Christel
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel » Montag 4. März 2019, 21:37

Und übrigens, es gibt keinen Grund als naturwissenschaftlich gebildeter Christ Gott als Schöpfer zu streichen!

Der Astronom Dieter B. Herrmann widmet sich in seinem Buch „Himmelskunde“ u.a. diesem Thema. ISBN 978-3-440-15837-1
Bild

Er fragt (Seite 286) „Sind wir zufällig entstanden?“ und versucht die Frage rein naturwissenschaftlich zu beantworten.
Er geht dann ausführlich auf das fein abgestimmte Universum ein, bezieht die vier Grundkräfte dort mit ein…und fragt (Seite 290) „Wie kann man sich diese Tatsache erklären?“
Weiter schreibt er:
"Folgende Antworten sind möglich:
1. Es handelt sich um reinen Zufall." […]
"2. Das Universum besitzt ein Entwicklungsziel – den Menschen. Diese Ziel wird durch eine Art ‚transzendenten Gott‘ erreicht, der für die notwendigen Parameter sorgt."

Dieter B. Herrmann beschreibt die denkerischen Probleme, lässt aber die Antwort letztlich offen. – Wie gesagt, er nimmt keine christliche Sicht ein.

Er nennt noch mehr naturwissenschaftliche Thesen und fragt „Gibt es mehr als ein Universum?“ Auf der Seite 294 schreibt er dann:
Wenn auch diese an die Grenzen unseres Wissens führenden Betrachtungen für viele Menschen faszinierend sein mögen, so sollten wir doch nicht vergessen, dass sie sich von „Science Fiction“ oder „Fantasy“ nur wenig unterscheiden.
Es lässt sich einfach manches weder beweisen noch widerlegen.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Holuwir
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Dienstag 5. März 2019, 11:21

Christel hat geschrieben:
Montag 4. März 2019, 20:41
Dann musst Du auch mit einer Antwort aus christlicher Sicht zufrieden sein.
Ja natürlich. Nur hast du bisher meine Frage nicht beantwortet: Was veranlasst Christen, an Schöpfung zu glauben?
Und das ist nun die Antwort:
1. Wir haben es vom Judentum übernommen.
Mit anderen Worten: Jemand hatte die Idee und alle anderen haben sie einfach übernommen. Sie stellen nicht die Frage: "Was veranlasste die Juden oder sonstwen, an Schöpfung zu glauben?", sondern begnügen sich damit, diese Idee irgendwie zu rechtfertigen, ggf. auszuschmücken oder umzudeuten (siehe 2. und 3. in deinem letzten Beitrag). Auch könne man sie ja nicht widerlegen. Im Grunde ist damit die Antwort nur umgangen, gewissermaßen auf andere abgeschoben. Die Veranlassung besteht also allein darin, dass andere an Schöpfung glauben. Objektive Gründe gibt es nicht.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel » Donnerstag 7. März 2019, 22:24

Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 11:21
1. Wir haben es vom Judentum übernommen.
Mit anderen Worten: Jemand hatte die Idee und alle anderen haben sie einfach übernommen.
Das sehe ich anders!
Man übernimmt, in diesem Fall treffender, man hält an etwas fest, weil es relevant ist, mehr noch, weil es unverzichtbar ist. – Das hatte ich erläutert.

Umgedeutet wurde da gar nichts. Ob Juden oder Christen, wir glauben an Gott den Schöpfer. Das ist der Ausgangspunkt!

Und natürlich wurde es übernommen bzw. beibehalten, weil es nachvollziehbar ist.
Oder glaubst Du, dass die Planeten Götter sind? Die Juden haben das verneint. Das ist nachvollziehbar, oder?

Ansonsten gibt es ja nicht viele Möglichkeiten, siehe dazu mein letzter Beitrag mit dem Hinweis auf das Buch des Astronomen Dieter B. Herrmann „Himmelskunde“:
Christel hat geschrieben:
Montag 4. März 2019, 21:37
Weiter schreibt er:
"Folgende Antworten sind möglich:
1. Es handelt sich um reinen Zufall." […]
"2. Das Universum besitzt ein Entwicklungsziel – den Menschen. Diese Ziel wird durch eine Art ‚transzendenten Gott‘ erreicht, der für die notwendigen Parameter sorgt."
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Samstag 9. März 2019, 22:12

Christel hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 22:24
Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 11:21
1. Wir haben es vom Judentum übernommen.
Mit anderen Worten: Jemand hatte die Idee und alle anderen haben sie einfach übernommen.
Das sehe ich anders!
Man übernimmt, in diesem Fall treffender, man hält an etwas fest, weil es relevant ist, mehr noch, weil es unverzichtbar ist. – Das hatte ich erläutert.
Ich kann dir nicht folgen. Erst antwortest du auf meine Frage: "Was veranlasst Christen, an Schöpfung zu glauben?", dass sie diesen Glauben vom Judentum übernommen haben. Dann sagst du, dass du es jetzt anders siehst und ersetzt 'übernehmen' durch 'festhalten'. Das macht aber als Antwort auf meine Frage gar keinen Sinn. Ich hatte ja nicht gefragt, warum Christen an dem einmal begonnenen Glauben festhalten, sondern was sie dazu veranlasst hat. Warum windest du dich so, dies zu beantworten? Das ist doch das Naheliegendste: Was veranlasst Christen, an Schöpfung zu glauben?
Christel hat geschrieben:Umgedeutet wurde da gar nichts.
Na dann vergleiche mal die Schöpfungs-Aussagen der Bibel mit der von Prof. Küng. Das ist wie Tag und Nacht und du siehst keine Umdeutung? Soll ich das mal für dich tun?
Christel hat geschrieben:Und natürlich wurde es übernommen bzw. beibehalten, weil es nachvollziehbar ist.
Oder glaubst Du, dass die Planeten Götter sind? Die Juden haben das verneint. Das ist nachvollziehbar, oder?
Und noch ein Ablenkungsmanöver! Wie oft denn noch? So ein Herumgeeiere! Es geht nicht um Götter, sondern um Schöpfung: Was veranlasst Christen, an Schöpfung zu glauben?, ist meine schlichte Frage.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 10. März 2019, 16:32

Hallo Holuwir, wozu machst Du mir Vorwürfe?
Meinst Du, das bringt Dir etwas?
Vorwürfe können berechtigt sein, müssen es aber nicht. Möglicherweise bezwecken sie genau das, was Du mir in Deinem letzten Beitrag unterstellst.

Wer genau mitliest, kann es natürlich herausfinden. Aber umso länger die Diskussion auf diesem „Niveau“, umso schwieriger.

Ich denke, die meisten Leser geben es auf und das bedeutet, es fällt letztlich allen Schreibenden, auch Dir Holuwir, „auf die Füße“. Du selbst wertest damit Deine eigenen Beiträge ab, die ansonsten sachlich und gut sind.

___________________________________________________________________________________________________________________
Zum Inhalt:
Du hast in Deiner vorletzten Antwort Di 05 Mär, 2019 11:21 folgendes unterstellt:
Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 11:21
Mit anderen Worten: Jemand hatte die Idee und alle anderen haben sie einfach übernommen. Sie stellen nicht die Frage: "Was veranlasste die Juden oder sonstwen, an Schöpfung zu glauben?", sondern begnügen sich damit, diese Idee irgendwie zu rechtfertigen
Darauf ging ich in meiner Antwort ein!
Nun schreibst Du:
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 9. März 2019, 22:12
Es geht nicht um Götter, sondern um Schöpfung: Was veranlasst Christen, an Schöpfung zu glauben?, ist meine schlichte Frage.
Den damaligen Juden ging es sehr wohl um Götter. Indem sie definierten, was NICHT Gott ist, wurde die damalige Götterwelt zur Schöpfung. Das haben die Christen übernommen bzw. beibehalten, daran festgehalten, denn das Christentum ist ja aus dem Judentum entstanden.
Wir haben es also nicht wie Du unterstellst hast
Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 5. März 2019, 11:21
einfach übernommen. Sie stellen nicht die Frage: "Was veranlasste die Juden oder sonstwen, an Schöpfung zu glauben?", sondern begnügen sich damit, diese Idee irgendwie zu rechtfertigen
Die Argumente der Juden, die zur Schöpfung führten, sind nachvollziehbar und sie entsprechen ganz unserem heutigen Weltbild, auch dem Deinen.

Es gibt nicht viele Möglichkeiten, entweder ist die Welt ewig oder sie ist entstanden.
Das Judentum ging davon aus, die Welt, so wie wir sie vorfinden, ist nicht ewig, sie ist entstanden, hat sich entwickelt.
Unser heutiges Weltbild sagt, die Welt ist entstanden, hat sich entwickelt.
Hier sind wir uns einig.

Wir unterscheiden uns lediglich in der Frage: "Existiert Gott?"und wenn ja, hat dieser Gott etwas mit der Entstehung diese Welt zu tun?

Kannst Du mir darin folgen?
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 17. März 2019, 11:37

Holuwir hat geschrieben:
Samstag 9. März 2019, 22:12
Christel hat geschrieben:Umgedeutet wurde da gar nichts.
Na dann vergleiche mal die Schöpfungs-Aussagen der Bibel mit der von Prof. Küng. Das ist wie Tag und Nacht und du siehst keine Umdeutung? Soll ich das mal für dich tun?
Du gehst bestimmt von den ersten beiden Schöpfungstexten der Bibel aus:
1. Genesis 1-2,4a

In der Übersetzung von Buber/Rosenzweig schließt der Text mit diesem Satz ab,
„Dies sind die Zeugungen des Himmels und der Erde: ihr Erschaffensein.“
Dies ist der Text, der historisch mit dem Babylonischen Exil der Juden in Verbindung gebracht wird. Er setzt sich mit den Götterglauben in Babylon auseinander und begründet die Sabbatruhe. Nicht aus „göttlichem Stoff“ ist die Welt geformt, sondern durch das Wort Gottes. Gott ist es der befielt „Sprießen lasse die Erde Gesproß“ und „Er ward so.“ (Buber/Rosenzweig)

2. Genesis 2,4b-25
Dies ist ein älterer Text, vermutlich in der Königzeit Israel entstanden und wird dem Erzählstrang des „Jahwisten“ zugeordnet. Der Text leitet die Sündenfallgeschichte ein, Adam und Eva, die Versuchung. Kain erschlägt seinen Bruder Abel … und schließlich die Sintflut. All das gehört zusammen und darum geht es wirklich.

Ein populärer Irrtum geht davon aus, die Texte hatten das Ziel den genauen Ablauf der Schöpfung zu erläutern, sie wären quasi so etwas wie „alte Naturwissenschaft“. Meistens wird diese These einfach übernommen und fraglos geglaubt. – Ist ein Irrtum populär, wird er nicht hinterfragt, denn man hält die Aussage ganz selbstverständlich für richtig.

Als hoch gebildeter Theologe kann Hans Küng hingegen die Texte richtig einordnen!
Er wird auch nicht der Versuchung unterliegen die biblischen Schöpfungstexte, die einen unterschiedlichen „Schöpfungsauflauf“ zeigen miteinander zu harmonisieren. - Für die Zusammensteller der biblischen Texte war der Ablauf ohnehin nicht relevant, sonst hätten sie die Texte bearbeitet und nicht so nebeneinander gestellt.

Zudem dürfte Hans Küng in der Lage sein, diese Texte literarisch einzuordnen als Gedicht und als mythologische Erzählung.

Fazit:
Christen, nicht nur Hans Küng, sind frei über den Schöpfungsablauf zu denken wie sie wollen, denn die Bibel gibt an dieser Stelle gar nichts vor.
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Freitag 5. April 2019, 07:14

Christel hat geschrieben:
Samstag 23. Februar 2019, 19:42

Irgendwie finde ich es nicht richtig: Zu Lebzeiten der große Atheist und dann wenn’s drauf ankommt, doch an die Himmelstür klopfen.
Klappt auf diese Weise ja eh nicht, wenn er sein Leben zu Lebzeiten nicht dem Herrn Jesus Christus übergeben und anvertraut hat.....aber vl hat er das ja 😊

In seinen Vorträgen hat er schon auch über Gott gesprochen, was mich überrascht hat.....
Liebe Grüße von Ga-chen

................
Der Name YHWH (von rechts n. links) in paleohebräischer Bildersprache verrät so einiges
10. י Yud 10 HAND
5. ה He 5 ERBLICKE
6. ו Vav 6 NAGEL
5. ה He 5 ERBLICKE

HAND ERBLICKE oder SIEHE, NAGEL ERBLICKE oder SIEHE; zu dtsch.: Siehe, Erblicke die Hand, erblicke den Nagel!

Der Vater und der Sohn haben denselben Namen: YHWH!
(von Theodoric)

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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Freitag 5. April 2019, 07:27

Ich glaube nicht an Schöpfung, Holuwir, sonst würde ich ja an vergängliche Materie glauben, was für einen Sinn hätte das? Sondern ich glaube an den allein wahren Gott, der sich in Jesus Christus offenbart und durch ihn alles Sichtbare und Unsichtbare geschaffen hat....durch sein "Wort", er "sprach" und es "wurde".
Jesus ist dieses "Wort", der "Logos", durch den alles in Existenz kam und es gibt nicht eines, das existiert, das ohne Jesus in Existenz kam. Nachzulesen im 1. Kapitel des Johannes Evangeliums....
....nicht zu vergessen, dass:

Gottes endgültiges Reden durch den Sohn
[blau]1 Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, 2 hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, [rot]durch den er auch die Welten gemacht hat[/rot]. 3 Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens [rot]und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort[/rot][/blau]

Wenn er das nicht mehr macht, fällt alles in sich zusammen....wie es auch einst kommen wird, dass Himmel und Erde zusammengerollt werden wie ein Tuch. Zuvor werden "die Kräfte des Himmels erschüttert werden".
Danach schafft Jesus neue Himmel und eine neue Erde, (was er als Schöpfer ja schon mal getan hat 😉) in denen "Gerechtigkeit wohnen" wird.

Nachtrag: Oh, kann man hier nicht selber Formatierungen in eckige Klammern setzen, wie sonst in anderen Foren auch?
Liebe Grüße von Ga-chen

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HAND ERBLICKE oder SIEHE, NAGEL ERBLICKE oder SIEHE; zu dtsch.: Siehe, Erblicke die Hand, erblicke den Nagel!

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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Montag 8. April 2019, 22:20

Mark Twain hat geschrieben:Es ist leichter die Menschen zu täuschen als davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.
(Danke für das Zitat @Familienname B.)

Wir haben hier dasselbe Problem: Ist Schöpfungsglaube eine Täuschung oder deren Verneinung? Wie soll man herausfinden, welche der beiden Seiten sich täuscht und partout nicht einsehen will, dass sie einer Täuschung unterlegen ist? Können wir das nach unserem Gefallen entscheiden? Oder sind wir dabei gar auf's Werfen einer Münze angewiesen?

Das kann doch nicht sein. Entweder es war so oder es war so. Es muss doch Anhaltspunkte geben, anhand derer wir herausfinden können, welche Annahme wahrscheinlicher ist. Von welchen lassen sich Christen leiten? Haben sie überhaupt welche? Wenn ja, warum halten sie sie geheim?
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel » Freitag 12. April 2019, 23:52

Holuwir hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 22:20
Wir haben hier dasselbe Problem: Ist Schöpfungsglaube eine Täuschung oder deren Verneinung? Wie soll man herausfinden, welche der beiden Seiten sich täuscht und partout nicht einsehen will, dass sie einer Täuschung unterlegen ist? Können wir das nach unserem Gefallen entscheiden? Oder sind wir dabei gar auf's Werfen einer Münze angewiesen?
Man kann es nicht herausfinden!!!
Die Täuschung liegt bei jedem, der glaubt / oder der so tut, als ob man hier etwas beweisen könne.
Von atheistischer Seite ist es modern, so etwas in Namen der Wissenschaft zu behaupten – das ist ein Irrtum, Täuschung, Irreführung… !!! – Wär sich gern veräppeln lässt, mag solchen Menschen folgen.

Im übrigen Holuwir, es gibt einen Unterschied zwischen dem „christlichen Schöpfungsverständnis“ (dieses Thema) und „Agrumente der Christen für die Schöpfung“ (Deine Frage).

Das „christliche Schöpfungsverständnis“ beschreibt, was dies beinhaltet und bedeutet: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde“. Was sagt das über Gott, was sagt es über uns und was folgt daraus für das Christsein?

Ein Schöpfer zeigt, verwirklicht sich im Geschaffenen und bleibt doch von diesem verschieden, ist anders, größer als das Geschaffene. Gott ist ein Geheimnis.
Gott offenbart, so unser Glaube: „Vielfältig und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; am Ende dieser Tage hat er zu uns gesprochen durch den Sohn (Hebr. 1f.)

Es wurde uns nicht offenbart wie, mit welchen Mitteln Gott die Welt schuf.
Es ist auch keine Apologetik, wie Du sie forderst!

Zum christlichen Schöpfungsverständnis gehören nicht die Inhalte des „Schöpfungsbuches“ der Zeugen Jehovas „Das Leben – Wie ist es entstanden? Durch Evolution oder durch Schöpfung?“
Zum christlichen Schöpfungsverständnis gehören nicht die Inhalte von Wort und Wissen
Zum christlichen Schöpfungsverständnis gehören nicht die Inhalte des Kreationismus oder von Intelligent Design.
Es sind zwar auch Christen, aber nicht nur, die sich dieser Argumente bedienen und solche Art Apologetik vollführen, aber mit dem „christlichen Schöpfungsverständnis“ hat das nichts zu tun.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Samstag 13. April 2019, 19:29

Diesen Beitrag habe ich versehentlich gelöscht. Ich bitte die Moderatoren, ihn wenn möglich wiederherzustellen.
Zuletzt geändert von Holuwir am Donnerstag 2. Mai 2019, 09:36, insgesamt 2-mal geändert.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 14. April 2019, 11:06

Holuwir hat geschrieben:
Samstag 13. April 2019, 19:29
Aha, christliches Schöpfungsverständnis ist ausschließlich das, was Christel dazu sagt und die sagt dazu gar nichts.
Na doch, ich sag's mit einem Lied: Ich glaube an den Vater

Außerdem ist dies mein Ansatzpunkt:
Bild

Ich hatte Dich schon früher mal auf dieses Standardwerk hingewiesen. - Der Glaube der Kirche, auch der Schöpfungsglaube war schon längst geformt, längst vor diesem neuzeitlichen Streit und dieser Glaube hat sich nicht geändert. Ich habe das hier in diesem Thema bereits skizziert.
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 13. April 2019, 19:29
Meinetwegen kannst du auch statt 'Schöpfungsglaube' 'christliches Schöpfungsverständnis' einsetzen. Habe ich dann immer noch das Thema verfehlt?
Das macht keinen Unterschied.
Der Unterschied besteht im Glauben der Kirche, also der alten Kirche, über Konfessionsgrenzen hinweg und heutigen Diskussionen von Christen mit Atheisten bzw. von Vorstellungen von Christen über den "Ablauf der Schöpfung".
Das sind ganz andere Inhalte. - Und es gibt keine kirchliche Theorie wie Gott die Welt erschaffen hat.
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 13. April 2019, 19:29
Ich darf doch erwarten, dass das „christliche Schöpfungsverständnis“ etwas über Schöpfung aussagt und nicht über Gott oder Menschen. Andernfalls hieße es das „christliche Gottesverständnis“ oder das „christliche Menschenverständnis“
Da trügt Dich Deine Erwartung.
Ja, es ging immer um das Gottesverständnis!
Schon beim "ersten biblischen Schöpfungsbericht" ging es darum "Wer ist Gott?" und "Was ist nicht Gott".
Als die Kirche, den Glauben
an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
in ihr Bekenntnis aufnahm, ging es darum "Wer ist unser Gott?", "Wer ist der Gott und Vater Jesu Christi?"
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 13. April 2019, 19:29
Es kann überhaupt keinen Zweifel daran geben, dass es so gewesen sein kann.
Einmal "kann" zuviel. Dieses kann man nämlich über jede Hypothese sagen, selbst über die abwegigste Hypothese. - Ja, es könnte ja so gewesen sein. :mrgreen:
Das sagt eben gar nichts über den Wert eine Hypothese.
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Montag 15. April 2019, 21:25

Also wieder keinerlei Erklärung, was Christen unter Schöpfung verstehen, obwohl du selbst dieses Thema gesetzt hast. Noch nicht einmal, was Gott denn nun erschaffen haben soll, von einem Wie ganz zu schweigen.
Christel hat geschrieben:
Sonntag 14. April 2019, 11:06
Und es gibt keine kirchliche Theorie wie Gott die Welt erschaffen hat.
Du hast doch immer wieder betont, wieviele gläubige Naturwissenschaftler es gäbe. Warum kriegen die das nicht hin? Weil es so etwas gar nicht gibt. Es hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.
Christel hat geschrieben:
Freitag 12. April 2019, 23:52
Es wurde uns nicht offenbart wie, mit welchen Mitteln Gott die Welt schuf.
Niemandem wurde offenbart, wie die Welt entstanden ist. Die Menschen haben selbst herausgefunden, wie es mit großer Wahrscheinlichkeit gewesen sein kann, indem sie die Welt mit augeklügelten Erweiterungen ihrer Sinnesorgane (Teleskop, Mikroskop) beobachtet und mit ihrem Verstand Schlüsse gezogen haben. Gläubige hingegen warten auf Offenbarungen und merken gar nicht, dass dabei nur andere ihnen etwas vorgaukeln. Wie sagtest du doch kürzlich:
Christel hat geschrieben:
Freitag 12. April 2019, 23:52
Wär sich gern veräppeln lässt, mag solchen Menschen folgen.
Christel hat geschrieben:
Sonntag 14. April 2019, 11:06
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 13. April 2019, 19:29
Ich darf doch erwarten, dass das „christliche Schöpfungsverständnis“ etwas über Schöpfung aussagt und nicht über Gott oder Menschen. Andernfalls hieße es das „christliche Gottesverständnis“ oder das „christliche Menschenverständnis“
Da trügt Dich Deine Erwartung.
Ja, es ging immer um das Gottesverständnis!
Warum hast du dann dieses Thema „Das christliche Schöpfungsverständnis“ und nicht „Das christliche Gottesverständnis“ genannt? Das ist doch dann eine bewusste Irreführung. Wolltest du nur dem oberflächlichen Leser vortäuschen, es gäbe ein christliches Schöpfungsverständnis? Ähnlich wie bei deinem früheren Thema "Was ist Schöpfung?", eine Frage, die du darunter nie beantwortet hast?
Christel hat geschrieben:Dieses kann man nämlich über jede Hypothese sagen, selbst über die abwegigste Hypothese. - Ja, es könnte ja so gewesen sein. :mrgreen:
Das sagt eben gar nichts über den Wert eine Hypothese.
Nachdem du immer behauptet hast, du habest mit wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Problem, zeigst du jetzt, wie du wirklich denkst, indem du die bestens belegten physikalischen Theorien zur Entstehung der Welt zu Hypothesen herabstufst. Die bahnbrechenden Erkenntnisse des 20. Jahrhunderts - bloße Hypothesen. Das macht Glaube.
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel » Samstag 20. April 2019, 16:49

Holuwir, ich bin nicht verantwortlich für Deine Irrtümer!

Wie gesagt, der Glaube der Kirche, also das „christliche Schöpfungsverständnis“ entwickelte sich vor tausenden bzw. hunderten Jahren und ist geprägt durch andere Kulturen.
Ich kann es Dir nicht zurechtbiegen!
Holuwir hat geschrieben:
Montag 15. April 2019, 21:25
Christel hat geschrieben:
Sonntag 14. April 2019, 11:06
Und es gibt keine kirchliche Theorie wie Gott die Welt erschaffen hat.
Du hast doch immer wieder betont, wieviele gläubige Naturwissenschaftler es gäbe. Warum kriegen die das nicht hin?
Weshalb sollten gläubige Naturwissenschaftler den alten kirchlichen Glauben umformen?
Nein Holuwir! Es ist an Dir, Dich in den kirchliche Glauben hineinzudenken und ihn so zu akzeptieren, wie es ist. Nur so macht es Sinn.
Ga-chen hat es Dir doch auch schon gesagt:
Ga-chen hat geschrieben:
Freitag 5. April 2019, 07:27
Ich glaube nicht an Schöpfung, Holuwir, sonst würde ich ja an vergängliche Materie glauben, was für einen Sinn hätte das? Sondern ich glaube an den allein wahren Gott, der sich in Jesus Christus offenbart und durch ihn alles Sichtbare und Unsichtbare geschaffen hat....durch sein "Wort", er "sprach" und es "wurde".
Offensichtlich kann sie mir folgen! Weshalb gelingt Dir das nicht?

Noch mal, einfach ausgedrückt, für Kinder:
Bild

„Gott macht die Welt“ = das „christliche Schöpfungsverständnis“
Worüber werden hier Aussagen getroffen?

Das folgt dann daraus:
Alle guten Gaben,
alles, was wir haben,
kommt, o Herr von dir.
dank sei dir dafür!
https://www.katholisch.de/aktuelles/akt ... fur-kinder
PS:
Christel hat geschrieben:
Sonntag 14. April 2019, 11:06
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 13. April 2019, 19:29
Es kann überhaupt keinen Zweifel daran geben, dass es so gewesen sein kann.
Einmal "kann" zuviel. Dieses kann man nämlich über jede Hypothese sagen, selbst über die abwegigste Hypothese. - Ja, es könnte ja so gewesen sein. :mrgreen:
Das sagt eben gar nichts über den Wert eine Hypothese.
Es ging mir hier um nichts anderes als um Deine Rhetorik Holuwir!

Und was machst Du daraus?
Holuwir hat geschrieben:
Montag 15. April 2019, 21:25
Nachdem du immer behauptet hast, du habest mit wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Problem, zeigst du jetzt, wie du wirklich denkst, indem du die bestens belegten physikalischen Theorien zur Entstehung der Welt zu Hypothesen herabstufst. Die bahnbrechenden Erkenntnisse des 20. Jahrhunderts - bloße Hypothesen. Das macht Glaube.
Aber sonst geht’s Dir gut?
Wer hinter der Wahrheit die Wahrheit sucht, der landet in der Regel beim Irrtum.

Komm mal runter. Atheisten sind ebenso wenig bessere Menschen, wie Zeugen Jehovas. Man kann sich nicht den „Wahren“ anschließen. Wer meint, dies zu können, der folgt einer Ideologie.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Christel
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Re: Das christliche Schöpfungsverständnis

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 21. April 2019, 19:30

Nochmal hierzu:
Holuwir hat geschrieben:
Samstag 13. April 2019, 19:29
Es kann überhaupt keinen Zweifel daran geben, dass es so gewesen sein kann. Aber sie "beweisen" es nicht, denn es gibt keine Beweise in der Wissenschaft, sondern nur belegte Theorien.
Wenn kein Zweifel möglich ist, wieso sichert sich der Schreiber mit einem zweiten „kann“ ab?

„Es kann überhaupt keinen Zweifel daran geben, dass es so gewesen sein kann.“, das gilt immer, selbst dann, wenn die Wahrscheinlichkeit gegen Null geht.

So sichert sich ein Schreiber gegen Kritik ab.

Gleichzeitig kann der Schreiber, sollte die Theorie widerlegt werden, darauf hinweisen, dass er/sie nur gemeint habe, „es könnte so gewesen sein“.

Solche Art Rhetorik ist mir schon öfter aufgefallen. Holuwir wird es nicht erfunden haben, sondern er hat es sicherlich von anderen übernommen.

Mir ist es unlängst erst aufgefallen, dabei ging es um ein anderes, um ein historisches Thema. Der Schreiber benutzte diese Redewendung öfter. Damit suggerierte er eine Wahrscheinlichkeit, einer absolut abwegigen These. „Es kann überhaupt keinen Zweifel daran geben, dass es so gewesen sein kann.“ Das kann man nicht verneinen, doch die Wahrscheinlichkeit seiner These war dennoch gleich Null.

Ich rate von solcher Rheotik ab. Das "riecht" nach Trick und wertet daher die vertretene These ab.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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