Befreiung vom Überfluss- Das Ende der "Droge Wachstum"?

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Befreiung vom Überfluss- Das Ende der "Droge Wachstum"?

Ungelesener Beitrag von niels » Montag 10. September 2012, 11:52

veröffentlicht im Auftrag des Verfassers:

Befreiung vom Überfluss- Das Ende der "Droge Wachstum"?

Noch ist die Welt nicht bereit, von der Droge "Wachstum" zu lassen. Die
Diskussion über das Ende der Maßlosigkeit nimmt Fahrt auf. Der stete Ruf
nach "mehr" lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung
voran. Dabei gelten "grünes" Wirtschaftswachstum und "nachhaltiger"
Konsum als neuer Königsweg. Doch den feinen Unterschied, hier "gutes",
dort "schlechtes" Wachstum, hält Prof. Niko Paech für Augenwischerei. In
seinem Gegenentwurf, fordert er industrielle Wertschöpfungsprozesse
einzuschränken und lokale Selbstversorgungsmuster zu stärken.

Einzelvortrag:/Prof. Dr. Niko Paech, Volkswirtschaftler, Buchautor
und Gastprofessor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der
Universität Oldenburg

* 19.30h
* Marcel Callo Haus
* Lindenallee 21
* 37 308 Heilbad Heiligenstadt

Herzliche Einladung!


Ihr

Dario Pizzano
Regionalbeauftragter
Bildungswerk Bistum Erfurt
Lindenalle 21
37 308 Heilbad Heiligenstadt
03606-667-403
0151-1 555 3872
www.bistum-erfurt.de
www.eichsfeldforum.blogspot.com
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Re: Befreiung vom Überfluss- Das Ende der "Droge Wachstum"?

Ungelesener Beitrag von niels » Montag 10. September 2012, 12:11

Das hätte auch gut von ATTAC und Co. kommen können:
In seinem Gegenentwurf, fordert er industrielle Wertschöpfungsprozesse
einzuschränken und lokale Selbstversorgungsmuster zu stärken.
Aber angesichts der aktuellen Bestsellerlisten mit Sarah Wagenknecht an der Spitze, im Kontext von Sozialneid und breitem Unwissen über globale Zusammenhänge, gewürzt mit einer guten Prise Globalinierungsangst dürfte sich dieser kindlich naive Schmuß sicher mehr als gut verkaufen...

Dabei ist schon für den Nichtvolkswirtschaftler absehbar, das anstehende wie künftige Probleme der Menschheit immer häufiger nur noch im internationalen wie globalen Kontext lösbar werden / sein können und die in so manchem als "Doku" aufgelegte "Gutmenschenthriller" gezeigte Welt lokaler Selbstversorger in Strickpullis, "ökologisch" angehauchtem Wohlstand und Sonnenschein, die die Welt vor Klimawandel und Hunger retten, indem Sie nur noch mit Fahrrädern fahren (die niemand baut) "schöne neue Wunschwelt" übersieht mal eben die eigentlichen Probleme der Menschheit wie auch den hohen Wohlstand, den man sich da vorgaukelt. Schon heute sind die nutzbaren Agrarflächen der Erde mehr als ausgelastet - in einigen Jahrzehnten werden wir zwei Erden brauchen. Mit "Öko Landbau" in individueller Gartenmanier wird man da kaum weit kommen können.

Ressourcen werden heute immer noch hochineffizient genutzt - mit wachsendem Bedarf werden unweigerlich die Preise für jedwede Ressourcen sorgen, so das Effizienz her muß, sofern nicht die Politik mit "steuernden Maßnahmen" das temporäre Gegenteil generiert (wie bis heute ja der Fall).

Wachstum bedeutet weitaus mehr als - wie gern behauptet - mehr Ressourcenkonsum. Stillstand ist Rückschritt - an dem Prinzip wird auch kein Gutmensch vorbeikommen und so ehrlich sollte auch jeder zu sich sein...

Vielleicht sollte sich Herr Paech selbst noch zwei, drei mal die Augen wischen oder die Länder und Menschen der Erde betrachten. Theorie ist eben nicht alles - auch und gerade in der Volkswirtschaftslehre...

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