Freiheit, Weisheit

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Ga-chen
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Re: Freiheit, Weisheit

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Donnerstag 16. November 2017, 16:27

Danke, Gerd, für die schönen Bilder 😊

Ja, da beschreibst du etliche Gemeinsamkeiten.
Selbst meine SCHWESTER, die zu der Zeit Tuppertante war, bemerkte die gleichen Verkaufsstrategien der WTG
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
Willy Meurer (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, Toronto

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Ga-chen
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Re: Freiheit, Weisheit

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Donnerstag 16. November 2017, 16:32

Gerd, du schreibst
>>>Im Predigtdienst kommt häufig die Frage: „Warum glaubt Ihre Sekte eigentlich, nur sie allein sei von Gott gebraucht und nur ihre Leute würden von Gott gerettet werden?“. Dann kommt die stereotype Antwort, etwa so: „Wir können nicht wissen, wie Jehova dies beurteilt, die Errettung der Menschen liegt nicht bei uns, sondern nur in seiner Hand“. Das klingt vordergründig einleuchtend und der Gesprächspartner mag denken, das ist eine vernünftige Einstellung. Darin spiegelt sich die doppelzüngige Sprache der WTG wider: für Außenstehende wird häufig direkt das Gegenteil von dem ausgedrückt, was intern als „Gesetz“ gilt. Dem darf man nicht ungestraft widersprechen. Die WT-Organisation vermittelt die Überzeugung: nur sie allein wird von Gott gebraucht und geleitet. Es gibt nur eine Einbahnstraße ins künftige Paradies. Dieses Ziel kann nur der erreichen, der sich dem geeinten „Volk Gottes“ anschließt und gehorsam dem von Christus eingesetzten Sklaven folgt. Es wird auch immer betont, dieses Volk befinde sich bereits in einem „geistigen Paradies“, sie sind anderen Christen weit voraus.<<<

Ja, die WTG setzt sich an die Stelle Christi, denn nur er ist die Einbahnstraße, der schmale Weg, der einzige Weg zu Gott, dem Vater!
Das Problem für due Menschen und deshalb verschleiert ist, dass sie behaupten und zu beweisen versuchen, dass sie von Christus eingesetzt wurden und dieser das ganze als Haupt leite. Aber dummerweise regiert dort die Liebe nicht....und daran ist der Unterschied zu Jüngern Jesu zu erkennen.

Und guck mal, da kenne ich dich schon so lange und weiß doch noch so wenig von dir 😞
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
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Christel
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Re: Freiheit, Weisheit

Ungelesener Beitrag von Christel » Donnerstag 16. November 2017, 18:38

Ga-chen hat geschrieben:
Donnerstag 16. November 2017, 16:23
Frei sein in Christus....ja, hat mit einer Bindung an ihn zu zu, aber nur in ihm ist man wirklich frei. Hört sich wie ein totaler Widerspruch an und für das Denken der Welt ist es ja auch wirklich so!

Hallo Ga-chen, das kann ich nachvollziehen!


Eine Bindung ist ja wirklich eine Befestigung. Sich von Gott geliebt zu wissen, stärkt das Selbstwertgefühl. Jesus zu folgen beschreibt einen Weg, schafft Identität.

Als Christ war es in der DDR etwas leichter nicht der herrschenden Ideologie zu folgen, denn es war ja nicht völlig kompatibel. So war man gezwungen nachzudenken und sich zu entscheiden. Auch bot das Christsein „Nischen“.
Auch heute ist es leichter. Da eine Identität vorhanden ist, muss man nicht nach einer suchen. Man muss sich nicht selbst erfinden, über das Haben … definieren.

Allerdings, unsere Darlegungen sind vielleicht etwas idealtypisch geraten, denn wer ist immer stark, immer auf dem Weg der Nachfolge Jesu, immer unabhängig von den Meinungen anderer? Wer ist immer stark? Wir Menschen sind soziale Wesen und bedürfen unserer Mitmenschen.

Und Jesus stellt uns ganz bewusst in die Doppelbindung:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Mt 22,37 ff.
Und verkündete das „Evangelium vom Reich Gottes“ und seiner Gerechtigkeit. Dies hat eben auch mit diesem Leben und unseren Mitmenschen zu tun.
Ga-chen hat geschrieben:
Donnerstag 16. November 2017, 16:32
Aber dummerweise regiert dort die Liebe nicht.... und daran ist der Unterschied zu Jüngern Jesu zu erkennen.

Ob’s womöglich an diesen zwei „Grundursachen“ liegt?
Ober übertreibe ich?
Die Zeugen Jehovas werden Verkündiger genannt, aber eigentlich sind sie gewissenmaßten „Vertriebsmitarbeiter“. Wenn man das Produkt, was man vertreiben soll, kritisiert, also den Inhalt der Zeitschriften, dann ist man kein guter „Verkäufer“. Teilt man seine Kritik anderen „Verkäufern“ mit, dann ist man „Sand im Getriebe“ und wird entfernt.

Hinzukommt, dass mit vergleichender Werbung gearbeitet wird. Man macht andere Produkte schlecht, um sich selbst ins rechte Licht zu stellen. – Wir gegen die Welt!

Wo soll so eingespannt noch Raum für die Liebe zum Mitmenschen sein?
Raum dafür, dass ein Mensch nicht perfekt sein muss, Fehler machen darf …
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: Freiheit, Weisheit

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Donnerstag 16. November 2017, 22:09

Das ist wohl wahr 😊
Liebe Grüße von Ga-chen

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Re: Freiheit, Weisheit

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Donnerstag 16. November 2017, 22:16

Ich meine damit auch nicht soziales Miteinander, sondern wenn Menschen Negatives über einem aussprechen, das trifft einen nicht mehr, weil man sich ja von Gott geliebt und wertgeschätzt weiß. Menschen in Kulten konnte diese Erfahrung nicht machen, weil ein strafender Gott hochgeputscht wird, um die Kontrolle durch Gehorsam zu behalten.....

Mir wurde bei ZJ mal gesagt, wer bereit war, alle Kreuze wegzuwerfen ist bereit für die Zeugen!

Ich tat es tatsächlich damals, worüber ich heute sehr traurig bin. Es war ein Kommunionkreuz dabei mit einer wunderbaren Widmung meiner verstorbenen Oma und ich warf sogar das meines Sohnes weg, das er auch von ihr bekommen hatte 😞
Heute werfe ich die Literatur der Zeugen weg 😊
Liebe Grüße von Ga-chen

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