Zeugen Jehovas

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Holuwir
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Holuwir » Dienstag 12. September 2017, 15:31

Nochmals zu diesem deinem Satz:
Christel hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 22:57
Und Holuwir, wenn Du nicht im Geringsten beweisen kannst, dass es Gott nicht gibt, dann hör auf, es selbst wie eine bewiesene Tatsache darzustellen.
Dann dürfte man z. B. nie das Wort "Sagengestalten" in den Mund nehmen, denn damit bringt man ja auch die Tatsache zum Ausdruck, dass es sie nicht in Wirklichkeit gibt. Willst du jede noch so abwegige menschliche Phantasie als reale Möglichkeit hinstellen, nur weil man in keinem Fall beweisen kann, dass es sie nicht wirklich gibt?

Bleiben wir doch bei der ganz einfachen Regel: Jeder der etwas behauptet, muss seine Behauptung belegen. Einen objektiven Grund muss er ja haben, wie käme er sonst darauf. Solange er das nicht tut, gilt, dass er sie frei erfunden hat und es keine Entsprechung in der Realität gibt. Punkt.
Achte auf Menschen, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben. (Unbekannter Verfasser)

Filinchen
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Filinchen » Mittwoch 13. September 2017, 11:02

Holuwir schrieb:
Bleiben wir doch bei der ganz einfachen Regel: Jeder der etwas behauptet, muss seine Behauptung belegen. Einen objektiven Grund muss er ja haben, wie käme er sonst darauf. Solange er das nicht tut, gilt, dass er sie frei erfunden hat und es keine Entsprechung in der Realität gibt. Punkt.
Richtig – und das gilt besonders für die Behauptung der Existenz von Göttern und für die Behauptung der Wahrheit von Religionen ganz allgemein.

Das stärkste Argument gegen die Wahrheit einer speziellen Religion und damit gegen die Wahrheit aller Religionen ist, dass es so viele verschiedene Religionen gibt und wenn man darüber nachdenkt ist das ist ein wahnsinnig starkes Argument.

Es gibt tausende(!) von verschiedenen Religionen, die sich alle widersprechen, und diese Religionen stellen Behauptungen über die Welt, Mythen, Wunder, Prophezeiungen und Götter auf. Jede einzelne Religion behauptet, dass nur sie die Wahrheit kennt und dass ihre Behauptungen wahr seien.

Und genau das ist das Problem.

Wenn sich tausende und abertausende von Religionen widersprechen, dann kann höchstens eine davon Recht haben und diese wahr sein (es können natürlich auch alle falsch sein).

Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass bei tausend sich widersprechenden Religionen, eine zufällig ausgewählte Religion wahr ist? 0,1%!

Da hilft auch die Behauptung nicht weiter, dass irgendwie alle Religionen einen wahren Kern hätten, bzw. irgendetwas Wahres dran sein muss.
Dafür sind die Religionen viel zu zahlreich und vielfältig und vor allem stellen sie sich widersprechende Behauptungen auf. Und zwei sich widersprechende Behauptungen über die gleiche Sache und über die Welt, können niemals gleichzeitig wahr sein.

Was gibt es denn da nicht alles für Kuriositäten?

Es gibt den Polytheismus, Pantheismus, Panentheismus, Monotheismus, Deismus und so weiter. Es gibt das Christentum, mit hunderten oder tausenden Abspaltungen, den Islam, den Hinduismus, den Buddhismus, das Judentum, den Daoismus und so könnte man jetzt Seitenweise weiter aufzählen.

Die verschiedenen christlichen Religionen sehen in Jesus „Gottes Sohn“, für einen Moslem war Jesus höchstens ein Prophet. Das widerspricht sich. Und so ist es mit fast allen Behauptungen, die Religionen aufstellen.

Dieses Argument ist auch deshalb so stark, weil man sich noch nicht einmal genau im Einzelnen jede Behauptung ansehen muss. Es reicht völlig aus festzustellen, dass es hunderte, tausende und zehntausende von verschiedenen, sich widersprechenden Behauptungen über die gleiche Sache gibt, von denen höchstens eine wahr aber alle falsch sein können.

Jeder Christ sagt allein dadurch, dass er Christ ist, dass der Islam für ihn nicht wahr ist. Jeder Moslem sieht umgekehrt im Christentum eine falsche Religion. Und jeder Hinduist denkt, dass weder die christliche noch die islamische Religion wahr sind. Und so könnte ich nun sehr lange alle weiteren Religionen aufzählen.

Kein Christ akzeptiert die Argumente oder Belege, die ihm ein Moslem präsentiert, die zeigen sollen, dass der Islam wahr ist. Kein Moslem findet Argumente oder Belege, die ihm ein Christ präsentiert, überzeugend.

Warum nicht? Weil sie die Argumente und Belege, die Ihnen von anderen Religionen präsentiert werden, kritisch und skeptisch begutachten und zu dem Schluss kommen, dass sie absolut nicht überzeugend sind.
Wenn man sich das noch ein wenig genauer ansieht, bemerkt man sogar, dass sich nicht nur die unterschiedlichen Religionen und religiösen Abspaltungen gegenseitig, sondern dass sich auch Religionen in sich widersprechen.

Warum ist und bleibt dann eigentlich ein Christ ein Christ und ein Moslem ein Moslem? Warum werden sie keine Atheisten?

Weil sie die Argumente und Belege ihrer eigenen Religion nicht nach den gleichen Kriterien und Standards prüfen, wie sie es mit denen von anderen Religionen machen, nur deshalb. Das nennt sich „special pleading“.

Sie sind als Kinder indoktriniert worden, leben in einer Gesellschaft die ihren Glauben mehr oder weniger unterstützt und kaum in Frage stellt. Wenn sie nicht trotzdem und entgegen ihres Umfeldes kritisches und skeptisches Denken entwickelt haben, dann bleiben sie gefangen in ihrem Wunschdenken und ihrer Phantasie.

Gerdy
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Gerdy » Mittwoch 13. September 2017, 13:50

Die wundersamste Religion ist der Atheismus. Denn die glaubt an das unbewiesene Wunder, dass aus Vakuum plötzlich alles entstand, so aus dem Nichts heraus. Zu diesem Wunder gibt es keinerlei bekannte Parallele, aus der man dieses Wunschdenken ableiten könnte, aber kindliche Gemüter glauben das. Daher haben diese auch keine Ehrfurcht vor dem Monstrum Pastati, denn einen Teigwarengott lehnen die natürlich auch ab und bevorzugen pommes.

Daher wird für solche Wundergläubigen, das Geistige noch unsichtbarer, die Existenz des Ewigen ist nur für seine Herausgerufenen wahrnehmbar. So bleiben alle unter sich, und gefördert wird das:

29,14 Darum, siehe, will ich fortan wunderbar mit diesem Volke handeln, wunderbar und wundersam; und die Weisheit seiner Weisen wird zunichte werden, und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.

Wohlan!

Filinchen
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Filinchen » Mittwoch 13. September 2017, 17:07

Na so was, wieder ein einfältiger Bibelgläubiger welcher an diese Schrift als das Wort seines Gottes glaubt.

Er zitiert aus Jesaja - Kapitel 29
Ankündigung der Angst und Rettung Jerusalems

9 Stutzet und staunet! blendet euch und erblindet! Sie sind trunken, doch nicht von Wein; sie schwanken, doch nicht von starkem Getränk.

10 Denn Jehova hat einen Geist tiefen Schlafes über euch ausgegossen und hat eure Augen verschlossen; die Propheten und eure Häupter, die Seher, hat er verhüllt. (Jesaja 6.10) (Jesaja 19.14) (Römer 11.8)

11 Und jedes Gesicht ist euch geworden wie die Worte einer versiegelten Schrift, die man einem gibt, der lesen kann, indem man sagt: Lies doch dieses! er aber sagt: Ich kann nicht, denn es ist versiegelt;

12 und man gibt die Schrift einem, der nicht lesen kann, indem man sagt: Lies doch dieses! er aber sagt: Ich kann nicht lesen.

13 Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Munde sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, und sein Herz fern von mir hält, und ihre Furcht vor mir angelerntes Menschengebot ist: (Jesaja 1.15) (Jesaja 58.2-3) (Matthäus 15.8-9)

14 Darum, siehe, will ich fortan wunderbar mit diesem Volke handeln, wunderbar und wundersam; und die Weisheit seiner Weisen wird zunichte werden, und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen. (Jesaja 44.25) (1. Korinther 1.19) 15 Wehe denen, welche ihre Pläne tief verbergen vor Jehova, und deren Werke im Finstern geschehen, und die da sprechen: Wer sieht uns, und wer kennt uns? (Jesaja 32.15) 18
Kann es sein, dass du in deinem Kopf zweieinhalbtausend Jahre zurück liegst? Du solltest dich mal mehr mit der Gegenwart auseinandersetzen. Was du schreibst hat nicht Hand und nicht Fuß. Es ist nur albernes Gewäsch welches nicht in unsere Zeit passt.

Gerdy
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Gerdy » Mittwoch 13. September 2017, 17:40

Vielen Dank Filinchen,

du bestätigst mit deiner Antwort doch genau die Texte die du hereinkopiert hast, ich repetiere:

14 Darum, siehe, will ich fortan wunderbar mit diesem Volke handeln, wunderbar und wundersam; und die Weisheit seiner Weisen wird zunichte werden, und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen. (Jesaja 44.25) (1. Korinther 1.19) 15 Wehe denen, welche ihre Pläne tief verbergen vor Jehova, und deren Werke im Finstern geschehen, und die da sprechen: Wer sieht uns, und wer kennt uns? (Jesaja 32.15) 18

Bei dir geschieht ein Wunder und du merkst es nicht. Ich wundere mich darüber nicht!

Du liest den Text verstehst ihn nicht und bleibst hilflos, aber s o soll es auch sein :mrgreen:

Filinchen
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Filinchen » Mittwoch 13. September 2017, 17:48

Gerdy schrieb:
Die wundersamste Religion ist der Atheismus. Denn die glaubt an das unbewiesene Wunder, dass aus Vakuum plötzlich alles entstand, so aus dem Nichts heraus.
Ja wie schon gesagt, du solltest dich etwas mehr mit der Gegenwart beschäftigen und weniger mit deiner verstaubten Heiligen Schrift. Vielleicht hilft es dir ja auch weniger wundergläubig zu sein und deinen Verstand kritisch zu gebrauchen. Lies z. Bsp. mehr solche Artikel:

"Die Entstehung des Universums aus dem Nichts löst das Vakuum-Rätsel"
http://www.wissenschaft.de/home/-/journ ... 4/1181602/

„Wie kann das Universum aus dem Nichts entstehen?“
http://www.tagesspiegel.de/wissen/vor-d ... 79340.html

Gerdy
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Gerdy » Mittwoch 13. September 2017, 19:29

Wie schon erwähnt, du glaubst jeden unbewiesenen Blödsinn. Der Konjunktiv ist stark beansprucht:

"Natürlich sind viele Fragen noch offen, konterte der erzürnte Krauss. „Wir wissen nicht, wie Etwas aus dem Nichts kommen kann, aber wir kennen einige plausible Wege, wie es geschehen könnte“, sagte der Physiker in einem Interview mit dem Magazin „The Atlantic“. „Leerer Raum, wie ich ihn beschreibe, ist nicht notwendigerweise nichts, aber er war mehr als gut genug für Augustinus und die Autoren der Bibel. Für sie war ein ewiger leerer Raum die Definition von Nichts. Ich kann belegen, dass diese Art von Nichts kein Nichts mehr ist."

Erkläre dieses Märchen vom Onkel Physiker deiner kleinen Tochter und sie wird DIR glauben, so wie du den Gottesleugnern Glauben schenkst. Denn bewiesen ist ja garnix!

Schlaf gut, solange das noch geht :P

Filinchen
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Filinchen » Mittwoch 13. September 2017, 19:33

Ja, bei dir ist wohl Hopfen und Malz verloren wie man so sagt. "'Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf“, steht in der Bibel Psalm 127. Für dich trifft das wohl eher nicht zu. Dein Herr hat es wohl nicht so mit dir?

Auch dir eine gute Nacht. Schlaf gut - mit der Bibel unterm Kopfkissen :D Vielleicht gibt es dir dein Herr dann doch noch im Schlaf :mrgreen:

Christel
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 13. September 2017, 19:56

Bitte keine Beleidigungen und möglichst an das Thema halten!

Freundliche Grüße

Christel

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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Gerdy » Mittwoch 13. September 2017, 20:10

Aber, aber,

Spaß muss doch sein, Christel!

Hier wird vom Herrn Krauss (dem Physiker) bewiesen, wie aus Nichts doch noch was wird, oder ist das denn nix?

Bild

Ganz unten nimmt Filinchen all die DNA's, die vom Holuwir mittels Zufall entwickelt wurden, in Empfang. Alles geht doch, wenn man Phantasie hat und vor allem gottlos ist!

Don't worry be happy!

Christel
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 13. September 2017, 20:28

Lieber Gerd, ich fand den letzten Beitrag von Filinchen nicht so spaßig.

Aber schön, dass Du's gelassen nimmst. :D

FG Christel

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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 13. September 2017, 22:05

Korrigiert mich bitte, wenn ich hier falsch liegen sollte:
Zeugen Jehovas gehen davon aus, dass sich die Schöpfung genauso abgespielt hat, wie es in der Bibel steht. Sie betrachten die Schöpfungsdarstellungen in der Bibel als Beschreibungen des Ablaufs, quasi als „Naturwissenschaft von damals“.
Damit haben sie mehrere Probleme:
a) mit der heutigen Naturwissenschaft
b) mit der Bibel, sie müssen die unterschiedlichen Darstellungen harmonisieren
c) mit der Literaturwissenschaft, die betreffenden biblischen Texte unterschiedlichen literarischen Genres zuordnen, wie Gedicht, Erzählung … , aber eben nicht dem Bericht
d) mit der Geschichtswissenschaft, die die Texte zeitlich und des „Sitzes im Leben“ entsprechend unterschiedlich verorten


Atheisten, wie Holuwir teilen die Position der Zeugen Jehovas bezüglich der Bibel. Damit haben sie zwar ähnliche Probleme wie die Zeugen Jehovas mit der Bibel, der Literaturwissenschaft und der Geschichtswissenschaft, doch das ignorieren sie und konzentrieren sich auf die Naturwissenschaft, die sie atheistisch/weltanschaulich vereinnahmen.
Holuwir hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 23:07
Und es geht nicht um Kultur-, sondern um die Schöpfungsgeschichte.
Schöpfungsvorstellungen sind kulturgeschichtlich gewachsen. Daher muss man sich, wenn man über Schöpfung nachdenkt, mit Kulturgeschichte beschäftigen. Auch die Bibel ist Kulturgeschichte und nicht Naturwissenschaft.
Holuwir hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 23:07
Paulus wollte Gott mit der Schöpfung "beweisen". Aber wie wir heute dank unserer Teleskope oder Mikroskope wissen
Holuwir hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 23:07
Auch dies stellst du auf den Kopf: Niemand will Gott mittels Teleskopen oder Mikroskopen aufspüren.
Das spricht für sich. Daher zu den „Teleskopen oder Mikroskopen“ kein Kommentar, denn freilich niemand hat die Absicht.. :mrgreen:

Weshalb sollte Paulus das tun?
Paulus lebte in einer Zeit in der Gott nicht infrage gestellt wurde.

Zur Erinnerung, es ging um diese Bibelstelle: Röm 1,18-32
http://www.eichsfeldforum.de/viewtopic. ... 8c9a3b9da5 , eine stelle im Brief an die Christen von Rom. - Weshalb hätte Paulus den Christen von Rom beweisen wollen, dass Gott existiert?

Dass es darum nicht geht, wirst Du ja wohl auch bei den Zeugen Jehovas gelernt haben!!!
(Bitte denke über Deine eigenen Argumente nach.)
Holuwir hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 23:23
Es ist eine bestens belegte Erkenntnis, die wir also guten Gewissens eine Tatsache nennen dürfen, dass die Welt aus sich heraus entstehen konnte. Ein wie auch immer gearteter Schöpfungsakt war weder erforderlich, noch passt er in den Entstehungsprozess überhaupt hinein.
Wenn eine denkbare Möglichkeit, bereits eine Tatsache ist, dann ist Gott bestens bewiesen.
Es ist eine denkbare Möglichkeit, dass Gott existiert.

Man kann vieles annehmen, auch einfach, dass Materie ewig ist…
Heute geht man allerdings von einer Entwicklung aus und vom „Urknall“:
Man kann auch im Urknall selbst den „Schöpfungsakt“ sehen, kann man, muss man aber nicht.
Vielleicht gab es etwas davor? …

Und schließlich dauert Schöpfung an:
Creatio continua, nach der christlichen Lehre der Schöpfungsakt Gottes als unausgesetzter, die Welt im Dasein erhaltender Akt. http://www.enzyklo.de/Begriff/Creatio%20continua
„Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.“ (2.Kor 5,17) Und schließlich erwarten Christen einen neuen Himmel und eine neue Erde und das Leben in der kommenden Welt, wie immer das aussehen mag.

Jesus ist eine historische Person und keine Legendengestalt, sein Jüngerkreis hat sich nie aufgelöst, er lebt sichtbar auch heute fort…
Holuwir hat geschrieben:
Dienstag 12. September 2017, 15:31
Dann dürfte man z. B. nie das Wort "Sagengestalten" in den Mund nehmen, denn damit bringt man ja auch die Tatsache zum Ausdruck, dass es sie nicht in Wirklichkeit gibt. Willst du jede noch so abwegige menschliche Phantasie als reale Möglichkeit hinstellen, nur weil man in keinem Fall beweisen kann, dass es sie nicht wirklich gibt?
Selbst Sagen wurden nicht einfach so geschrieben. Sie enthalten Wahrheiten und sie haben einen historischen Kern, Beispiel: Die Troja-SageTroja gab es wirklich. Ich war dort.

Filinchen
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Filinchen » Donnerstag 14. September 2017, 08:16

Troja?

Es ist unredlich historische Sagen der Menschheitsgeschichte (wie z. Bsp. die Sagen um Troja) mit den Mythen der „Heiligen Schriften“ der Religionen in Gleichklang setzen.

Auch hier hilft wieder „googeln“ :D
Kontroversen um die Bibel gibt es seit der Antike. Fundamentale Kritik an der Glaubwürdigkeit biblischer Aussagen haben schon im 2. Jahrhundert n. Chr. der Platoniker Kelsos und im 3. Jahrhundert der Neuplatoniker Porphyrios geübt, worauf Kirchenväter mit eingehenden Erwiderungen reagierten.
Im Mittelalter kam die Kritik vorwiegend von islamischer Seite und wurde in der christlichen Welt kaum beachtet. Erst in der Neuzeit begannen die Auseinandersetzungen zwischen Kritikern und Verteidigern, den Apologeten der Bibel, auf breiter Front.

Kritiker der Bibel wenden sich heute teilweise weniger gegen die Bibeltexte als solche als vielmehr gegen Interpretation und Gebrauch, der innerhalb des Christentums von diesen Texten gemacht wird.

Strittig ist etwa die These, die Bibel sei „von Gott inspiriert“ (2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21), sie habe „Gott zum Urheber“.

Viele Christen nehmen das nach wie vor für die Bibel in Anspruch, wie beispielsweise im Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 136.
Kritiker dagegen weisen diesen Anspruch zurück. Insofern erscheint Kritik an der Bibel als Teil der Kirchenkritik oder Religionskritik.

Um etwa die Verbalinspiration zu widerlegen, bringen die Kritiker Argumente gegen die Glaubwürdigkeit bestimmter Tatsachenbehauptungen in den biblischen Büchern vor: Sie weisen auf Ergebnisse naturwissenschaftlicher oder historischer Forschung hin und gelegentlich auf echte oder scheinbare Widersprüche der Aussagen.

Aufgrund dieser Argumente ziehen einige nicht nur die Inspiriertheit, sondern Glaubwürdigkeit und Wert der Texte als Ganzes in Zweifel. Kritik gibt es außerdem an zahlreichen ethischen Vorstellungen, etwa hinsichtlich der Anwendung von Gewalt.
Noch ausführlicher nachzulesen unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kontroversen_um_die_Bibel

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Ga-chen
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Samstag 23. September 2017, 23:24

Christel hat geschrieben:
Samstag 9. September 2017, 22:29


Ga-chen, ging sogar von Kindheit an jeden Sonntag in die Kirche, war Erzieherin und gestaltete Kindergottesdienste, ganz sicher kindgerecht. Aber es reichte eben nicht, um den Zeugen Jehovas stand zu halten. Deren Hinterfragung zu hinterfragen, darauf war Ga-chen überhaupt nicht vorbereitet.
Da hast du meine Beiträge wohl nicht richtig gelesen...

...übrigens, Gott "musste" nicht in dem Sinne von Verpflichtung für mich sorgen, sondern das war ein Ausruf kindlichen Vertrauens. Ich wusste, wenn ich in seinem Sinne handle, sein Reich an die erste Stelle setze, wird er für mich sorgen. Das steht in seinem Wort und sein Wort ist wahr.

Bzgl. Heiligenverehrung....ich weiß nicht, wo du warst oder inwiefern das an dir vorbei gegangen ist....ich erlebte die Heiligenverehrung in der Kath. Kirche als allgegenwärtig!

Ich kann keine Gemeinschaft in der Anbetung mit Menschen haben, die solches tun! "Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht teilhaben wollt an ihren Sünden"
Liebe Grüße von Ga-chen

Augustinus suchte nach Gott und grübelte und grübelte und ging an einen Strand. Dort traf er einen Jungen, der mit einem Löffel Wasser aus dem Meer auf den Strand goss. Auf die Frage, was er da mache, antwortete der Junge: "Ich löffel das Meer aus!" In dem Moment sprach Gott zu Augustinus: "Genau das machst du!"

Christel
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Re: Zeugen Jehovas

Ungelesener Beitrag von Christel » Sonntag 24. September 2017, 17:27

Doch ich habe Deine Beiträge richtig gelesen, liebe Ga-chen. Was Du mit dem Aufruf des kindlichen Vertrauens sagen wolltest, habe ich auch verstanden. Das war arglos ohne Hintergedanken. Auch Dein Motiv habe ich verstanden, Du möchtest Gott in rechter weise dienen. Für Dich ist das alles stimmig!

Ich bin ein anderer Mensch!!!
Ich bin wahrscheinlich auch rationaler! Ich reflektiere das rational!


Hiob war gerecht, trotzdem musste er Leiden.
Jesus wurde hingerichtet.
Der Apostel Johannes war wohl der einzige Apostel Jesu, der eines natürlichen Todes starb.

„Es kommt vor, dass ein gesetzestreuer Mensch trotz seiner Gesetzestreue elend endet, und es kommt vor, dass einer, der sich nicht um das Gesetz kümmert, trotz seines bösen Tuns ein langes Leben hat.“ (Koholet 7,15) so sagt es schon der Prediger.

Einen engen Sein-Ergehens-Zusammenhang halte ich für sehr problematisch. Denn es führt dazu zu denken, die Opfer wären selbst schuld.
Würde ich beten, wenn ich dann tue, dann tue jenes für mich, käme es mir vor, als würde ich Gott ein Geschäft anbieten, daher bete ich nicht so!

Auch ich wurde aufgefordert:
Ga-chen hat geschrieben:
Samstag 23. September 2017, 23:24
Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht teilhaben wollt an ihren Sünden"
Rational reflektierend wie ich bin, schau ich nach, wo das steht. Ich finde es in Offenbarung 17-18. Dort geht es um die Stadt Babylon und ihr Fall.
Sie wird mit einer Hure verglichen. Unter anderen wird über sie gesagt:
„Auf ihrer Stirn stand ein Name, ein geheimnisvoller Name: Babylon, die Große, die Mutter der Huren und aller Abscheulichkeiten der Erde. Und ich sah, dass die Frau betrunken war vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu.“ Du hast die zehn Hörner und das Tier gesehen; sie werden die Hure hassen, ihr alles wegnehmen, bis sie nackt ist, werden ihr Fleisch fressen und sie im Feuer verbrennen.“ „Die Frau aber, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Herrschaft hat über die Könige der Erde.“ „Denn vom Zornwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken und die Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben. Durch die Fülle ihres Wohlstands sind die Kaufleute der Erde reich geworden.“

Sowie die von Dir nicht ganz korrekt zitierte Stelle Offenbarung 18,4:
„Dann hörte ich eine andere Stimme vom Himmel her rufen: Verlass die Stadt, mein Volk, damit du nicht mitschuldig wirst an ihren Sünden und von ihren Plagen mitgetroffen wirst."
Der Text sagt nichts über Heiligenverehrung… Ich sehe hier meine Kirche nicht dargestellt!

Ich weiß aber, dass bereits Adventisten, aus denen ja die Zeugen Jehovas hervorgegangen sind, die Stelle verwendeten, um Menschen zum Kirchenaustritt aufzufordern.
Ich lasse mich von solchen Aufrufen nicht verunsichern und folge ihnen nicht!!!

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