In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

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Thekla
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In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Thekla » Freitag 20. Februar 2009, 19:00

Hallo,
neulich nahm ich an einem Bibelabend zum Thema „Zungenreden - Ein Zeichen der Ausschüttung des Heiligen Geistes“ teil.

Ich hatte mich vorher noch nicht mit dem Thema befasst und konnte hier nicht mitreden, habe auch etliches nicht verstanden aber mir immerhin die angeführten Bibelstellen aufgeschrieben. Zu Hause habe ich dann die Bibelstellen aufgeschlagen, weiß aber immer noch nicht so richtig, was Zungenreden ist.

In den Evangelien finde ich nur eine Stelle, wo Sprachenreden in Verbindung mit dem Missionsbefehl als eines der Zeichen beschrieben wird, welche denen folgen, die glauben:

"Diese Zeichen aber werden denen folgen, welche glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden..." (Mark. 16,17)

In der Apostelgeschichte wird das Sprachenreden nur an drei Stellen erwähnt:

"Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen." .(Apg,2,4)
"Und die Gläubigen aus der Beschneidung, so viele ihrer mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich, daß auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen worden war; denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben." (Apg.10, 45-46)
"Als sie es aber gehört hatten, wurden sie auf den Namen des Herrn Jesus getauft; und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten." (Apg. 19,5-6)

In den Briefen des NT lesen wir nur in 1. Kor. 12-14 etwas über das Sprachenreden. In Kapitel 14 geht Paulus ausführlicher darauf ein, weil die "fleischlich gesinnten" Korinther die Sprachenrede offensichtlich als besonders attraktive Gabe bewertet und praktiziert haben. Er macht dort folgendes deutlich:
- Weissagen ist wichtiger als Sprachenreden (Vers 1-6)
- Sprachenreden hat nur Sinn, wenn es ausgelegt und von den Zuhörern verstanden wird (Vers 7-19)
- Sprachenreden ist ein Zeichen für die Ungläubigen (Vers 20-22)
- In einer Versammlung sollen höchstens drei nacheinander in einer Sprache reden und einer soll auslegen (Vers 26-27)

Ich befasse mich im Moment sehr mit vielen Aspekten der Bibel, die ich gerne in meinem Leben umsetzen möchte. Mit dem Zungenreden habe ich so meine Probleme. Wenn ich doch auch in der normalen Sprache mit Gott reden kann mit einem Gebet, kriege ich leicht Zweifel, ob ich Gott auch voll akzeptiert habe, weil ich nicht "Zungenreden" kann. Ich habe auch nie so richtig verstanden, wie Gott das Zungenreden übersetzt. Ich befürchte, dass dieses Thema viele vielleicht eher abstösst als zu Gott hinzieht. Man bekommt Zweifel, die eigentlich nicht da sein sollten.

Unser Gemeindeleiter soll in Zungen reden können. Das soll heißen, er versteht das selber nicht, aber andere Dabeistehende können ihn verstehen. Zum Beispiel Ausländer die kein Deutsch können, wobei zu beachten ist, dass unser Gemeindeleiter nur deutsch sprechen kann. Nicht alle Menschen haben diese Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Es ist eine besondere Gnade und Auszeichnung.

Hat jemand damit Erfahrung gemacht und kann hier zur Aufklärung beitragen?

Viele Grüße, Thekla.

Gelöscht_09041201

Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Gelöscht_09041201 » Freitag 20. Februar 2009, 20:36

Thekla hat geschrieben:Unser Gemeindeleiter ...
Um welche Gemeinde handelt es sich?
Wer führt solche Bibelabende durch?



vg

Thekla
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Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Thekla » Freitag 20. Februar 2009, 20:44

@ treumie
Wir sind eine Freie Evangelische Gemeinde (FEG) Ich möchte jetzt aber weite keine Namen und Orte nennen. Das ist ja auch nicht so wichtig. Mir geht es nur um die Fragen zum Thema.

Gelöscht_09041201

Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Gelöscht_09041201 » Freitag 20. Februar 2009, 21:13

Thekla hat geschrieben:@ treumie
Wir sind eine Freie Evangelische Gemeinde (FEG) Ich möchte jetzt aber weite keine Namen und Orte nennen. Das ist ja auch nicht so wichtig. Mir geht es nur um die Fragen zum Thema.
Danke für deine Antwort!

Heinrich5

Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Heinrich5 » Freitag 20. Februar 2009, 22:57

Die Zungenrede ist nicht nur als ein Phänomen in den FEG und Pfingstlergemeinden anzutreffen
Inzwischen hat dieses Phänomen auch die beiden traditionelle Großkirchen erfasst! Hier macht sich die sogenannte „charismatische Erneuerungsbewegungen" breit.

Was früher nur auf eine kleine Nische in der sich zum Christentum bekennenden Welt beschränkt war, verbreitet sich nun über das gesamte Spektrum christlicher Gemeinschaften. Die charismatische Erneuerungsbewegung wurde zur am schnellsten wachsenden religiösen Bewegung der christlichen Welt. Nun praktizieren nicht mehr nur „Pfingstler" das Zungenreden, sondern auch Episkopale, Methodisten, Lutheraner und sogar Katholiken.

Diejenigen, die das Zungenreden übernommen haben, behaupten, das „apostolische Christentum" wieder herstellen zu wollen.
Es wird behauptet, dass die charismatische Erneuerung der Vorbote einer spirituellen Wiederbelebung in Amerika und dem Rest der Welt sei und es sieht so aus, dass uns das in den kommenden Jahren wirklich bevorsteht.

Nach Aussagen der Anhänger dieser charismatischen Bewegung liegt es wohl daran, dass unsere weltliche Gesellschaft keine zufriedenstellenden Antworten auf die großen Fragen des Lebens geben, mit denen heute so viele Menschen die Leere in ihrem Leben auszufüllen versuchen.
Angeblich soll uns das Zungenreden einen Schlüssel geben, um den geistlichen Hunger zu stillen, den so viele Gläubige verspüren. Wir leben angeblich in einer Zeit der geistlichen Leere und religiösen Verwirrung. Wir können nicht wissen, was die Wahrheit ist und was Realität. Die Bewegung der Charismatiker, die besonders in Amerika boomt, entspricht einem endzeitlichen Ausgießen des heiligen Geistes Gottes.
Übrigens:
In meiner Nachbargemeinde gibt es einen katholischen Pfarrer, welcher der charismatischen Bewegung nahesteht und angeblich ebenfalls in „Zungen“ reden kann.


@ Thekla:
Bei Wikipedia steht einiges über die Zungenrede. Natürlich nicht aus religiöser Sicht, aber einiges wird da auch aus neutraler Sicht erklärt.

Christel
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Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Christel » Freitag 20. Februar 2009, 23:06

Thekla hat geschrieben:Unser Gemeindeleiter soll in Zungen reden können.
Hallo Thekla,

das ist ja interessant, FEG und Zungenreden. Da staune ich.
Bisher kannte ich das nur von Charismatikern und Pfingstlern.

Ich bin nicht sicher, ob alle genannten Bibelstellen wirklich die Zungenrede meinen oder vielmehr tatsächlich das Reden in fremden Sprachen wie z.B. evt. Apg. 2,4-7:
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? (Apg. 2,4-7)
Der Heilige Geist bewirkt ja, dass Menschen so sprechen können, dass andere Menschen sie verstehen: Gegenseitiges Verständnis statt der babylonischen Sprachenverwirrung.

Eindeutig meint 1. Kor. 14 die Zungenrede:
Jagt der Liebe nach! Strebt aber auch nach den Geistesgaben, vor allem nach der prophetischen Rede!
Denn wer in Zungen redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; keiner versteht ihn: Im Geist redet er geheimnisvolle Dinge.
Wer aber prophetisch redet, redet zu Menschen: Er baut auf, ermutigt, spendet Trost. ...
Hier verurteilt zwar Paulus die Zungenrede nicht, aber er ruft auch nicht dazu auf, sondern propagiert vielmehr die prophetische Rede, d.h. die klaren Worte.

„Wer in Zungen redet, erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, baut die Gemeinde auf.“ 1. Kor. 14,4
Genau so habe ich das von einem Charismatiker gehört, wenn er in Zungen redet baut es ihn auf, er fühlt sich frei ...
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Heinrich5

Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Heinrich5 » Samstag 21. Februar 2009, 10:50

@ Thekla
Ich habe mal etwas gegoogelt und bin auf folgende Aussagen von Evangelikalen zur Zungenrede gestoßen:

1. Aussage:
…………..Lass Dich also auf gar keinem Fall irgendwie unter Druck setzen (durch eine vermutlich charismatische Gemeinde). Zungenrede (und vieles weitere mehr, was so in Gemeinden passiert) kann sehr wohl von unten kommen. Schließlich tarnt sich Satan als "Engel des Lichts": 2. Korinther 11:13-14 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.

2. Aussage:
……..Es ist also immer große Vorsicht geboten. Allzu oft geht es in Glaubensgemeinden um autoritäre Unterdrückung, Machtverlangen und handfeste finanzielle Forderungen (z.B. Rhema, Kenneth Copeland, Dr. Robert Schuller, und viele viele viele mehr...).

3. Aussage:
………Ich persönlich kenne einen Muslim, der mir erzählt hat, dass in seiner Moschee Zungenrede auch praktiziert wird. Die wissen nichts von einem Neuen Testament und das der Heilige Geist über die Apostel gekommen ist. Da die Lehre des Korans eine ganz andere als die christliche ist, lässt das für mich nur einen Schluss zu. Was meinst du selbst?


Bei Wikipedia habe ich noch folgende Aussagen gefunden:

Die heutige Praktik des Zungenredens wird jedoch außerhalb von pfingstlerischen oder charismatischen Kreisen fast durchweg strikt abgelehnt und nicht als Gabe des Heiligen Geists gesehen, wobei die Interpretationen von gruppendynamischen oder psychologischen Vorgängen bis zu dämonischen Manifestationen gehen.

Zungenreden gibt es auch außerhalb der christlichen Kirche. In der christlichen Kirche wird Zungenrede auch als Glossolalie bezeichnet. Sehr ähnliche Phänomene, die vorwiegend außerhalb des christlichen Rahmens auftreten, werden als Xenoglossie bezeichnet.

Xenoglossie :
Die einfachste Erklärung ist eine unbewusste Erinnerung (Kryptomnesie) der jeweiligen Person an fremdsprachige Idiome, die diese irgendwann einmal gehört hat. Eine andere, in der Parapsychologie untersuchte Hypothese, ist die Reinkarnation, bei der die xenoglosse Sprache auf Erinnerungs-Reste an eine in einem früheren Leben erlernte Sprache darstellt. Hauptvertreter dieser Forschungen ist der Professor für Psychiatrie Ian Stevenson. Insbesondere die „reaktive“ (responsive) Xenoglossie, bei der auf beliebige Fragen in der fremden Sprache spontan sinnvolle Antworten (mit zusätzlichem Vokabular) gegeben werden, dient zur Untermauerung dieser Möglichkeit. Erste linguistische Analysen melden aber Kritik an. Allerdings hat die wissenschaftliche Untersuchung der Xenoglossie noch kaum begonnen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Xenoglossie

Ich selbst habe Zungenreden auch schon im Fernsehen gesehen. Allerdings im Zusammenhang mit Schamanen und Medizinmännern. Die tanzten sich solange in Trance, bis sie körperlich zusammenbrachen. Anschließend lallten sie unverständliches wirres Zeug. Die danebenstehenden Stammesangehörigen bemühten sich aus diesem Gebrabbel heraus eine Weissagung für die Zukunft oder die Genesung eines Stammesmitgliedes zu erfahren. Auf diese Weise haben sie sich über den Schamanen, als Medium, auch mit ihren verstorbenen Vorfahren in Verbindung gesetzt.

Zungenreden gibt es also nicht erst seit der jüdisch-christlichen Bibel. Zungenreden wird auch heute noch in den Naturreligionen ausgeübt.

Thekla, ich kann Dir nur empfehlen, Deinen gesunden Menschenverstand und Deine fünf Sinne beisammen zu behalten. Dann wirst Du bald erkennen, dass hier kein Heiliger sondern ein Unheiliger Geist am Wirken ist.

Christel
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Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Christel » Samstag 21. Februar 2009, 12:34

Heinrich5 hat geschrieben:Die heutige Praktik des Zungenredens wird jedoch außerhalb von pfingstlerischen oder charismatischen Kreisen fast durchweg strikt abgelehnt und nicht als Gabe des Heiligen Geists gesehen, wobei die Interpretationen von gruppendynamischen oder psychologischen Vorgängen bis zu dämonischen Manifestationen gehen.
Deshalb wunderte ich mich ja auch, Zungenreden und FEG, das ist mir neu?
Ja gut, vielleicht gibt es neue Entwicklungen, die ich nicht kenne.
Allerdings habe ich mich bereits an anderer Stelle über Thekla‘s antitrinitarische Haltung gewundert.
Ich kenne jemanden aus dem Stuttgarter Raum, der ist in einer FEG, aber er ist dennoch ein glasklarer Trinitarier. Ansonsten ist er sehr antikatholisch, aber bezüglich Dreifaltigkeit stimmen wir überein.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Heinrich5

Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Heinrich5 » Samstag 21. Februar 2009, 17:46

Christel schrieb dazu:
Ja gut, vielleicht gibt es neue Entwicklungen, die ich nicht kenne.
Offensichtlich bist Du hier wirklich nicht auf dem neuesten Stand.
Ich hatte geschrieben:
Die Zungenrede ist nicht nur als ein Phänomen in den FEG und Pfingstlergemeinden anzutreffen
Inzwischen hat dieses Phänomen auch die beiden traditionelle Großkirchen erfasst! Hier macht sich die sogenannte „charismatische Erneuerungsbewegungen" breit.
Was früher nur auf eine kleine Nische in der sich zum Christentum bekennenden Welt beschränkt war, verbreitet sich nun über das gesamte Spektrum christlicher Gemeinschaften. Die charismatische Erneuerungsbewegung wurde zur am schnellsten wachsenden religiösen Bewegung der christlichen Welt. Nun praktizieren nicht mehr nur „Pfingstler" das Zungenreden, sondern auch Episkopale, Methodisten, Lutheraner und sogar Katholiken.
Die Bewegung der Charismatiker boomt besonders in Amerika, ist aber auch in Deutschland auf dem Vormarsch und sogar hier im Eichsfeld schon seit ein paar Jahren angekommen.
In meiner Nachbargemeinde gibt es einen katholischen Pfarrer, welcher der charismatischen Bewegung nahesteht und angeblich ebenfalls in „Zungen“ reden kann.

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Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Christel » Samstag 21. Februar 2009, 22:53

Hallo Heinrich, von den Einflüssen weiß ich und dem Vormarsch, besonders auch in Lateinamerika.
Einflüsse, wodurch sich im evangelischen Raum völlig getrennte Gruppen (Gemeinden) bilden, die gibt es oft auch innerhalb der kath. Kirche, nur spalten sich die Katholiken selten ab. Selbstverständlich ist mir die charismatische Erneuerungsbewegung im Bistum Erfurt bekannt. Ich kenne auch den Kreis der Charismatiker in meiner Gemeinde.

Dennoch laufen solche Prozesse nicht widerstandsfrei ab. Gerade im evangelikalen Raum gibt es starke Gegner der Charismatiker. Diese sehen darin nicht den Geist Gottes, sonden den Geist von unten.

FEG und Zungenreden, das ist mir wirklich neu.

Thekla schrieb an anderer Stelle, dass sie ihre Gemeinde wechseln will:
Thekla hat geschrieben:Ich selbst bin im Moment noch in einer FEG, werde aber demnächst in eine freie und kirchenunabhängige Gemeinde, in eine Gemeinde Jesu Christi, wechseln, in welcher nur das Wort des Herrn der Maßstab ist, an dem ich mich messen lasse. Da steht nicht mehr die Religionsgemeinschaft im Mittelpunkt sondern nur noch das "Wort Gottes" wie es in der heiligen Schrift bezeugt ist.
Also doch nicht FEG? Vielleicht hilft sie uns beim Rätselraten?
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Gelöscht_09041201

Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Gelöscht_09041201 » Sonntag 22. Februar 2009, 08:22

Thekla hat geschrieben:werde aber demnächst in eine freie und kirchenunabhängige Gemeinde, in eine Gemeinde Jesu Christi, wechseln,
in Heiligenstadt oder?

Heinrich5

Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Heinrich5 » Sonntag 22. Februar 2009, 09:25

in Heiligenstadt oder?
Wie ich aus dem Text von Thekla entnehmen kann, hat sie wohl eine Endzeitgemeinde gewählt und die gibt es in Heiligenstadt nicht. Sie wird wohl zu den Adventisten gehen?.
Bei Wikipedia habe ich dazu folgendes gefunden:
Als Endzeitgemeinden werden die christlichen Gemeinden bezeichnet, die vor dem Kommen Jesu Christi das Christentum prägen. Im letzten Buch der Bibel (Offenbarung Kapitel 3, ab Vers 14) wird im Sendschreiben an die Gemeinde zu Laodizäa die Endzeitgemeinde aus der Sicht Jesu beschrieben (Lauheit, Nacktheit, Blindheit).
Ein Merkmal der Endzeit-Gemeinden ist die Erwartung auf die nahe bevorstehende Wiederkunft Jesu Christi mit dem anschließenden Beginn des Tausendjährigen Reiches. Im Neuen Testament gehören Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21 zu den Kapitel, die von der Endzeit berichten.
Wiederkunft Jesu war eine vorherrschende Lehre im Urchristentum. Der frühchristliche Theologe Justin der Märtyrer starb für den christlichen Glauben an die Auferstehung den Martyrertod. Der Heilige Irenäus von Lyon rechnete die Endzeitlehre zu den kirchlichen Glaubensbekenntnissen und alle Andersgläubigen zu den "Ketzern". Auch Kirchenväter wie Tertullian und Cyprian haben die Lehre von den letzten Tagen verkündet. Eigentliche Endzeitgemeinden bildeten die Taboriten. Im 16. Jahrhundert erregten chiliastische Täufer Aufsehen. 1830 erwarteten die neu entstandenen katholisch-apostolischen Gemeinden die Wiederkunft Christi.
Zu den neuzeitlichen Endzeitgemeinden zählen die Adventisten, die Freien Bibelforscher, die Zeugen Jehovas und die Gemeinschaft in Christo Jesu.
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Endzeitgemeinde

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Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 25. Februar 2009, 17:41

Ich tippe er darauf. Die gibt es in Heiligenstadt:
http://www.kfg.org/gemeinden/thueringen.htm

Oder dies, das passt inhaltlich gut:
http://www.freie-volksmission.de/sprach ... hristi.php
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Gelöscht_09041201 » Mittwoch 25. Februar 2009, 19:55

[quote="Christel"]Ich tippe er darauf. Die gibt es in Heiligenstadt:
http://www.kfg.org/gemeinden/thueringen.htm

Heiligenstadt war auch meine Vermutung, nicht zuletzt als ein Freund einmal davon erzählt... oder besser "erwähnte"..

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Re: In Zungen reden - Gabe des Heiligen Geistes

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Samstag 2. Juni 2018, 12:07

Hallöchen,

von den Zeugen geprägt bzgl. der Zungenrede, glaubte ich, es käme von den Dämonen .
Bei meiner Taufe, wir waren 5 Täuflinge, also kurz danach meinte eine gläubig Christin, die Taufe im Hl. Geist im Anschluss sei doch gut, sie habe so einen Eindruck.
Wir standen also alle im Kreis und der Hl. wurde herabgerufen. Dann legte sie jedem die Hände auf und rief den Hl. Geist auf denjenigen herab. Da wurde mir schon mulmig. Als ich an der Reihe war, tat sie es auch und sie begann, energisch zu rufen. Das war zu viel, das wollte ich nicht. Ich hatte Angst, i, Gottes Augen was falsches zu tun, löste mich aus dem Kreis, rannte zur Toilette und schrie zu Gott: Ich will nichts falsches tun, sondern nur deinen Willen und will nur, was von dir ist, nicht aber von der falschen Seite. Zeig mir, ob das von dir ist.
Beruhigt ging ich leise zurück, setzte mich still in die Bank und verfolgte das Geschehen....
Tatsächlich hatten die 4 Leute Gaben bekommen, eine die Sprachenrede (ich nenne es lieber so), eine die Auslegung, 2 Schwestern ( was die andern bekamen weiß ich nicht mehr)
Mit den Beiden war ich in einem Hauskreis und es war krass, was Gott durch die Beiden unter uns wirkte. Wir bekamen sogar Antworten auf Fragen, die wir hatten, die wir aber nicht öffentlich gestellt hatten....und Gott sagte und zeigte uns viele Dinge.
Einmal las eine aus dem Buch:" Tag für Tag" von Gwen Shaw und Gott bzw der Hl. Geist sprach zu mir durch den Text. Ich sei ein zerbrochenes Gefäss, eine Tasse, wunderschön, aber mit einem Sprung drin. Und er sagte mir, dass er den Riss kitten, heilen, neu machen würde. Aber der Hl. Geist sagte mir auch in einem Punkt, wo ich etwas übermäßig tat und überführte mich von dieser Sünde in meinem Leben. Ich brach zusammen, fiel auf den Boden und weinte und bat Gott um Vergebung! Da tröstete er mich, bis ich ganz ruhig wurde und legte eine große Freude in mein Herz und schenkte mir ein übersprudelndes Lachen, ein echtes, freudiges, ansteckendes Lachen (nicht so ein Gegacker wie in manchen charismatischen Kreisen. Das hörte ich auch schon mal und fand es schrecklich!) Die ganze Gruppe wurde angesteckt und eine große Freude am Herrn erfüllte den Raum 😃 . In der Bibel steht, dass die Freude am Herrn unsre Stärke ist. So ist es in meinem Leben bis heute geblieben, obwohl der Feind so manches Mal versucht, sie mit zu rauben. Gottes Warnung steht im Raum: "Verhärte nicht dein Herz!", denn dann kann man Gottes Stimme nicht mehr hören!
Und weiter steht geschrieben in Spr 4,23 Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens.!!!!!!

Die andern fragten: " Was hast du gehört?"

Dann wollte ich aber zuerst wissen, ob da wirklich alles drin stand, was ich gehört hatte?....und hat um das Buch. Das mit dem Gefäß stand drin, nicht aber, dass er mich als sei, Gefäß benutzen und neu machen werde. Ich hörte zuletzt, durch Gefäße mit Rissen kann Gott durch seinen Hl.Geist hindurch leuchten, durch ein intaktes, geschlossenes Gefäß aber sieht man nix...lol....😊

Aber meine Überführung stand da nicht drin, obwohl ich es vorlesen "hörte". So kann der Hl. Geist durch Menschen sprechen 😊
Den Teil mit der Tasse erzählte ich den Andern dann, hat aber um Verständnis, das ganz persönliche nicht teilen zu mögen, außer dass der Hl. Geist durch diese bestimmte Person zu mir gesprochen hatte, aber nicht, was....
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
Willy Meurer (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, Toronto

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