Glaube und Werte

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Christel
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Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Christel » Dienstag 30. Dezember 2008, 12:43

@„Glaube und Werte“ wird heute nicht selten als eins betrachtet. Entsprechend wird vom Werteverfall geredet...
Übersehen wird dabei, dass Jesus in seiner Bergpredigt „Antiwerte“ in den Raum stellt und z.B. die „Armen“, die „Traurigen“, die „Verfolgten“ selig, d.h. glücklich preist. Jesus meint, diese Menschen haben Glück gehabt.

@ Ein Zentralwert ist heute „Toleranz“. Jeder fordert das. Daher stellt sich die Frage, ist Deutschland ein sehr tolerantes Land, weil jeder für Tolerenz ist oder ein sehr intolerantes Land, weil es jeder fordern muss?

Übersehen wird, nicht selten, dass Toleranz wie jeder andere Wert eine „dunkle Seite“ hat. Nur innerhalb eines Wertegefüges bleibt ein Wert ein Wert.
Es besteht ein Unterschied zwischen Toleranz für sich fordern und Toleranz gewähren. Toleranz fordert jeder für sich. Toleranz gewährt nicht jeder.
Wer Toleranz für sich fordert ist noch lange nicht bereit sie anderen zu gewähren. Jeder hat eine Toleranzgrenze. Man spricht auch von falscher Toleranz.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Heinrich5

Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Heinrich5 » Dienstag 30. Dezember 2008, 17:45

Hallo Christel,

Alle reden immer über Toleranz ohne richtig zu wissen was das ist. Da müsste doch erstmal geklärt werden, was ist eigentlich Toleranz?

In der Enzyklopädie ist über Toleranz folgendes zu lesen:

Toleranz ist der Verzicht auf die Option, ein gegen sich gerichtetes Übel abzustellen.

Daher kann nur toleriert werden, was:

1. ein Übel darstellt (Gutes, Positives oder Berechtigtes kann demnach nicht toleriert werden.)
2. gegen sich selbst gerichtet ist (Was einen selbst nicht betrifft oder nichts angeht, kann man nicht tolerieren.)
3. man muss über die Option verfügen, das Übel, statt es zu tolerieren, genauso gut auch abstellen zu können. (Wer diese Wahlmöglichkeit nicht hat, der kann logischer Weise sein Erdulden nicht als freiwillige Hinnahme des Übels, also als Toleranz bezeichnen)

Wer beabsichtigt, Toleranz auszuüben, muss sich also fragen:

1. Handelt es sich tatsächlich um ein Übel?
2. Geht das als Übel Festgestellte mich überhaupt etwas an?
3. Habe ich tatsächlich die Möglichkeit, statt Toleranz zu üben, das Übel abzustellen?

Historisch gesehen waren politische und religiöse Toleranz die wichtigsten Aspekte der Toleranz, da Unterschiedlichkeiten in politischen und religiösen Systemen zu zahllosen Kriegen, Verfolgungen und anderen Verbrechen geführt haben. Die Philosophen und Autoren der Aufklärung, besonders Voltaire und Lessing verhalfen wohl der religiösen Toleranz nachdrücklich zum Durchbruch und waren von großem Einfluss auf die westlichen Gesellschaften.
Den Bereich der politischen Toleranz vermochten die Aufklärer jedoch nicht mit entsprechender Beharrlichkeit auszubauen

Toleranz hat also viel mit Aufklärung zu tun. Deutschland hat zum größten Teil eine aufgeklärte Bevölkerung und ich stufe deshalb Deutschland insgesamt als ein tolerantes Land ein, wenn es auch bei uns, wie in anderen Ländern auch, intolerante Randgruppen und Einzelpersonen gibt, welche es nicht besser wissen wollen.

Gruß,
Heinrich5
Zuletzt geändert von Heinrich5 am Donnerstag 1. Januar 2009, 02:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von niels » Dienstag 30. Dezember 2008, 18:03

nun,
Ich weiss zwar nicht, was für eine Enzyklopädie Du dort konsultiert hast, aber die Definition solcher Begriffe (wie es z.B. die Philosophen und Philologen gern tun) mag ich eigentlich nur selten. Denn es besteht die Gefahr, das zu einseitige Auslegungen eines Wortes Unverständnis und damit vielleicht sogar Unfrieden stiften.

Diese Definition z.B. sehe ich für zu eng gefasst - andere vielleicht nicht. Aus meiner Sicht "definiere" ich den Begriff "Toleranz" z.B. so:

Toleranz ist Verzicht ein potentielles Übel gegen sich oder andere abzustellen

(Man kann natürlich darüber trefflich streiten ob die damit erfolgende Bedingung von anderen nicht letztendlich als Folge auf mich (sich) zurückführt.)

Nach den Regeln der Logik und Kombinatorik fallen damit auch alle Folgerungen anders aus - wer Lust hat kann diese ja mal ausführen und ggf. zusammenkürzen ;)

Cheerioh,

Niels.

Heinrich5

Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Heinrich5 » Dienstag 30. Dezember 2008, 19:17

Toleranz: Kommt kommt aus dem lateinischen = tolerare = ertragen, (er)dulden

„Toleranz bezeichnet allgemein das Dulden oder Respektieren von Überzeugungen, Handlungen oder Praktiken, die einerseits als falsch und normabweichend angesehen werden, andererseits aber nicht vollkommen abgelehnt und nicht eingeschränkt werden.“

Der Begriff Tolerantismus wurde vermutlich zuerst von Kaiserin Maria Theresia benutzt, um ihre Abneigung gegen sämtliche Nichtkatholiken (Protestanten, Juden) auszudrücken. Im 19. Jahrhundert verurteilte Papst Leo XII. zu Beginn seines Pontifikates den Tolerantismus,
Tolerantismus bezeichnet die übertriebene Anwendung von Toleranz in dem Andersartigkeit wie jedes klare Profil als unerheblich betrachtet wird. Tolerantismus ist ein abwertender Begriff zu Toleranz und wird vor allem von Menschen verwendet, welche der Idee der Toleranz ablehnend gegenüberstehen oder der Ansicht sind, diese komme übermäßig zur Geltung.

Heinrich5

Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Heinrich5 » Mittwoch 31. Dezember 2008, 16:27

Nachdem nun der Begriff „Toleranz“ etwas geklärt ist, möchte ich wieder zum Ausgangsposting von Christel zurückkommen.

Bezüglich der Religion könnte man ja einmal die Toleranz der christlichen Kirche anhand des ersten Gebotes der „Zehn Gebote“ aus der Bibel untersuchen.

"Ich bin Jahwe, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir"

Bei ihrer Mission führten die Christen die religiöse Intoleranz des Ersten Gebotes ("Ich bin Jahwe, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir") in die griechisch-römische Welt ein.
Kein Wunder, dass die rivalisierenden heidnischen Religionen, die eine große Duldsamkeit auszeichnete, der Kirche kein Paroli zu bieten vermochten. Diese konnte sich fast ungehindert durch den römischen Staat ausbreiten und war Nutznießerin von dessen toleranter Religionspolitik.

Entgegen der populären These, dass Luthers Freiheitsverständnis von Toleranz geprägt war, steht die Unduldsamkeit des Reformators gegenüber Katholiken, Juden, Türken, Heiden und evangelischen Ketzern fest.
Die Forderung nach Toleranz erhoben Humanisten und christliche Minderheiten zunächst ohne Erfolg. Toleranz hat sich historisch gegen die christlichen Kirchen durchgesetzt. Und nicht zufällig verlief der Prozess so und nicht anders. Denn die Gesamtrichtung der Heiligen Schrift im Alten und Neuen Testament hat Gott und seine Herrschaft zum Ziel.

Es mag mit dieser gewalttätigen Seite des christlichen Glaubens zusammenhängen, dass im und vom christlichen Abendland aus so viele Kriege geführt wurden, obwohl "Friede" ein Grundbegriff der Heiligen Schrift ist. Indes kommt es darauf an, wie sich "Friede" - der Bibel zufolge - ereignet. Und hier lautet ihre Botschaft, dass der Herr Jesus Christus das Friedensreich durch die Macht, die ihm seit seiner Auferweckung durch Gott zu eigen ist, notfalls mit Zwang durchsetzt. Damit ist für die an ihn Glaubenden ein Gewaltpotential zugänglich gemacht, das sie guten Gewissens gegen Feinde des Evangeliums einsetzen dürfen.

Intoleranz scheint notwendig ein Wesensmerkmal der christlichen Religion zu sein. Tatsächlich können Theologie und Kirche, welche die Bibel als Richtmaß nehmen, die Religions- und Gewissensfreiheit - Toleranz - ohne taktische Hintergedanken schwerlich gutheißen. Denn Toleranz bedeutet, die Menschenwürde auch ohne ausdrückliche oder stillschweigende Berufung auf Gott unbedingt anzuerkennen. Damit wird sich der eifernde, Gehorsam fordernde Jahwe der Bibel nie abfinden.

Heinrich5

Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Heinrich5 » Donnerstag 1. Januar 2009, 02:36

Als Ergänzung zu meinem letzten Posting gibt es heute am Neujahrstag um 19:30 Uhr im ZDF einen Film: „Imperium - Fluch des Goldes“

Nichts veränderte das Gesicht der Welt mehr als das Ausgreifen der Europäer und der katholischen Kirche nach Übersee. Mit geradezu lächerlich geringem Aufwand erobern England, Spanien, Portugal und Holland ab dem 15. Jahrhundert immense Territorien, ja sogar ganze Kontinente und drücken ihnen damit bis auf den heutigen Tag ihren Stempel auf. Die Geschichte des Kolonialismus ist keineswegs nur eine Geschichte über wagemutige Seeleute, über verwegene Abenteurer auf der Suche nach Ruhm und Reichtum, über gigantische Handelsimperien, sondern viel mehr auch eine Geschichte von brutaler Ausbeutung, Ausrottung oder Versklavung ganzer Völker.

Am 25.01.1979 ging Johannes Paul der II. bei seinem Besuch in der Dominikanischen Republik auf der Insel Haiti zu Boden, richtete sich auf und sagte: „Herr Präsident, liebe Brüder im Bischofsamt, liebe Brüder und Schwestern! Ich danke Gott, dass er mir gestattet, dies Stück amerikanischer Erde…. zu betreten“; „hierherzukommen: auf dem Weg den die ersten Glaubensboten nach der Entdeckung des Kontinents einschlugen….“

Hier fing, so der spanische Dominikaner Las Casas, späterer Bischof von Chiapas und Augenzeuge, das Metzeln und Würgen unter jenen unglücklichen Leuten an.

„….und wir können dieses Werk (der Missionierung) heute nur noch mit Bewunderung und Dankbarkeit betrachten“, sagte der Papst. Die Insel Haiti, bei Ankunft der Katholiken von einem hochstehenden Indianervolk besiedelt, hatte etwa 1.100.000 Einwohner; 1510 waren es noch 46.000; 1517 nur noch1.000. Dann wurden Negersklaven zur Sklavenarbeit nach Haiti geholt. „Hier wurde unter Schwierigkeiten und Opfern Schönes erreicht“ sagte der Papst. Denn die „Evangelisierung“, die sich, laut Johannes Paul II. „in diesem Land auf wunderbare Weise erfüllt“ hat, war auch da, wie so oft, gekoppelt mit einem totalen, dogmatischen, einem „heiligen“ Krieg – gegenüber ausgesprochen zutraulichen, gastfreundlichen Menschen, die den Spaniern buchstäblich wie Götter nahten; ihnen waffentechnisch so unterlegen, dass schließlich auch ihr Heldenmut vollkommen unwirksam blieb.


Heute um 19:30 Uhr im ZDF „Imperium - Fluch des Goldes“ Es lohnt sich, den Film anzusehen.

Ich wünsche allen Forum-Teilnehmern ein gutes Neues Jahr

Christel
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Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Christel » Donnerstag 1. Januar 2009, 12:32

Hallo Heinrich,

alles Gute im neuen Jahr!

In der Zwischenzeit habe ich etwas erstaunt Deine Definition von „Toleranz“ nachgeschlagen. Ich wollte das morgen fortführen... – Aber vielleicht verrätst Du uns, wo Deine Definition zu finden ist?
Also mit Toleranz von „tolerare = ertragen, (er)dulden“ bin ich einverstanden. Aber, was ein „Übel“ ist bedarf selbst der Definition. Es ist eine Frage des Standpunktes sowie der Toleranz.
(Manche Menschen halten es für ein großes Übel, wenn eine Tasse mit beiden Händen festgehalten wird. Ertragen sie diesen Anblick, dann kostet das ihnen Kraft. Sie üben Toleranz. Andere Menschen sind total gleichgültig. Sie werden für ihre große Toleranz bewundert. Es kostet ihnen aber gar keine Kraft so zu sein. Es ist ihnen einfach egal.)

Inzwischen bist Du weiter gegangen und hast aufgezeigt, wer die Intoleranten sind.
Diese Verwendung von Moral und Werten, hier des Wertes „Toleranz“ zeigt ihre dunkle Seite.
Der Wert „Toleranz“ wird als Waffe benutzt, um andere Menschen, um den Andersdenkenden zu bekämpfen.
Moral und Werte, ja auch der Wert „Toleranz“ als Waffe.

Das ist total üblich. Überall sind entrüstete gute Menschen zu finden. Wer hätte sich noch nicht entrüstet?
Der menschlichen Entrüstung zu Folge müßte unserer Erde das reinste Paradies sein. Denn alle Menschen entrüsten sich. Sie weisen nach, wie schlecht die anderen sind und dann muss das „Übel“ nur noch beseitigt werden...

Ich schrieb eingangs „Glaube und Werte“ wird heute nicht selten als eins betrachtet. Gerade die Verwendung von Werten als Waffen läßt mich daran zweifeln, ob das richtig ist.

Ich schau auf Jesus. Er ißt und trinkt er mit den Zöllnern und Sündern!
http://www.woell-michael.de/schwaben/Si ... ndern.html

Gute Menschen, die die Werte hoch halten entrüsten sich darüber.

LG Christel
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

Heinrich5

Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Heinrich5 » Donnerstag 1. Januar 2009, 14:15

Hallo Christel,

auch Dir wünsche ich ein gutes Neues Jahr.

Ich habe es mir in letzter Zeit angewöhnt, öfters mal in der Freien Enzyklopädie WIKIPEDIA nachzuschlagen. Es ist einfach bequemer und zeitsparender Wikipedia aufzurufen als ein entsprechendes Buch aus dem Schrank zu holen um dann nach dem entsprechenden Begriff zu suchen.
Mir ist bekannt, dass jeder Internetnutzer an Wikipedia mitarbeiten kann und dass dadurch bedingt eventuell auch einmal nicht alles 100-prozentig wissenschaftlich dargelegt ist. Die Bücher im Schrank sind irgendwann auch einmal nicht mehr auf dem neuesten Stand. Bei Wikipedia wird ständig an der Bearbeitung und Überarbeitung der Einträge durch die Nutzer gearbeitet. Deshalb vertraue ich Wikipedia.
Ich selbst habe dort (es ging um mein Hobby) auch schon Einträge richtig gestellt, bzw. verbessert.

Zu dem Begriff Toleranz bei Wikipedia siehe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz

Gruß,
Heinrich5

Christel
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Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Christel » Donnerstag 1. Januar 2009, 19:15

Hallo Heinrich, danke für die Ergänzung!
Wenn Du Zitate mit "Quote" einrahmst [markieren+ "Quote" anklicken] und die Quelle zuschreibst ist es immer eindeutig. Das ist auch rechtlich besser.

Komischerweise bin ich nicht auf wikipedia gekommen, obwohl ich es sonst auch benutze. Gerade wenn ich im Internet arbeite ist es einfach sehr bequem.
Ansonsten, auch renommierte Lexika... enthalten Fehler..., daher habe ich mir angewöhnt in unterschiedlichen Quellen nachzuschlagen.
Die Wikipedia-Definition von „Toleranz“ erscheint mir „kompliziert“ und nicht gut durchdacht.
Den ausführlichsten Artikel über „Toleranz“ habe ich bisher im „Lexikon für Theologie und Kirche“ Herder 2006 Bd.10 Sp. 95-101 gefunden.

In Sp 95 steht u.a.
bez. entw. die tatsächliche Praxis od. normative Verpflichtung, Verschiedenartiges hinzunehmen bzw. andere in ihrer Andersartigkeit gelten zu lassen.
Diese Definition setzt einen Standpunkt bzw. Identität voraus, denn nur Verschiedenes kann toleriert werden. Ist alles gleich, dann ergibt sich die Frage der Toleranz gar nicht.

In http://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz steht unter „Grenzen und Probleme der Toleranz“
Besonders deutlich wird dieses Problem anhand einer Massenmeinung A und einer Massenmeinung B. Beide Meinungen sind völlig verschieden und halten sich für richtig und die andere für verwerflich. Deshalb halten beide Meinungen die andere für intolerant
Diese Gruppen verbinden Toleranz jeweils mit einem bestimmten Inhalt.
Toleranz wird hier zum bloßen Etikett. Das Ergebnis: Keine Toleranz.
Toleranz heißt doch gerade dulden des Andersartigen, des Verschiedenen.

Wird „Toleranz“ absolut gesetzt, so dass
- jeder Versuch der Abgrenzung als intolerant verurteilt wird, dann ist das Ergebnis: Gleichschaltung.
- nichts und niemand als falsch bekämpft werden darf, dann herrscht letztlich das Gesetz des Stärkeren.

Darf es keine Abgrenzung, keine Toleranzgrenze geben, dann wird „Toleranz“ zum Unwert!
Nicht zuletzt führt sich „Toleranz“ so selbst ad absurdum. Denn ohne Abgrenzung keine Identität, keine Verschiedenheit und Andersartigkeit.

LG Christel
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Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von niels » Freitag 2. Januar 2009, 13:45

ja,

Toleranz wird wissenschaftlich auch einfach mit "Abweichung" approximiert.

Die o.g. (noch längere) Definition hilft noch weniger weiter. Definitionen sind ein "wissenschaft"-liches Instrument zur "Vereinheitlichung" in (wissenschaftlicher) Kommunikation. Ziel ist mit möglichst einfachen / un-"kürzbaren" kombinatorischen Termen etwas auszusagen - dabei zu verallgemeinern und nicht zu beschränken.

Wikipedia ist - wie die meisten Wikis - eine gegenüber bisherigen (auf Papier gedruckten) Enzyklopädien fortschrittlichere Form der Wissens-Sammlung und -Repräsentation. Aus Lizenz- und Geschäftsgründen findet man leider nur wenige namhafte / herkömmliche lexikalische Werke im Internet wieder. Die Verlage wollen ja (leider) immer noch "Wissen" verkaufen...

Bisher aber ist Wikipedia ebenso "unvollkommen" wie andere Sammlungen oder Aufzeichnungen. Für meinen Geschmack hinterfragen viele Internetnutzer heute zuwenig Angaben von Wikipedia wie schon Suchergebnisse von Google. Wikis funktionieren gut - aber nur so gut wie die Nutzergemeinde. Möglichst viele unterschiedliche Quellen waren und sind die beste Vorraussetzung für eine mögl. "objektive" - persönliche Bildung. Deshalb bin ich ja auch für (und aktiv) eine Vielfalt verschiedener Wikis im Netz (die Wikipedia-Gründer übrigens selbst auch und unterstützen die Vielfalt auch).

Cheers,

Niels.
Zuletzt geändert von niels am Montag 5. Januar 2009, 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Tippfehler gefunden (Typos)

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Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Donnerstag 16. November 2017, 21:56

>>>Denn die Gesamtrichtung der Heiligen Schrift im Alten und Neuen Testament hat Gott und seine Herrschaft zum Ziel. <<<<

Nö, ist Ursprung und Ziel. Weil er Urheber der Schöpfung ist und am besten weiß, wie sie funktioniert.Würden die Menschen auf ihn hören, hätten sie keine Probleme. Er würde sie due beste Nutzung von Umweltressourcen lehren bei Bewahrung der Schöpfung. Er würde sie kehren, gut mit den Tieren umzugehen, nämlich artgerecht, er würde sie lehren, wie alle satt werden, er würde sie lehren, in Frieden miteinander klar zu kommen. Er würde sie lehren, zu vergeben, was er den Seinen ja schon zeigt, etc. etc.


>>> Es mag mit dieser gewalttätigen Seite des christlichen Glaubens zusammenhängen, dass im und vom christlichen Abendland aus so viele Kriege geführt wurden, <<<

Nein, das hat mit Machtstrukturen zu tun!

>>>obwohl "Friede" ein Grundbegriff der Heiligen Schrift ist. Indes kommt es darauf an, wie sich "Friede" - der Bibel zufolge - ereignet. <<<

Vergebung ist laut Bibel das "Zaubermittel"

>>>Und hier lautet ihre Botschaft, dass der Herr Jesus Christus das Friedensreich durch die Macht, die ihm seit seiner Auferweckung durch Gott zu eigen ist, notfalls mit Zwang durchsetzt.<<<

Dazu gibt's 2 Sachen zu sagen...
1. wird Menschen die Vergebung von Gott angeboten, deren Auswirkung Friede ist.....dich nehmen alle Menschen diese Vergebung an? Nein! Vergeben sie selber? Nein! Bitten sie um Vergebung? Nein!

2. Was soll er mit denen machen, due due Erde verderben und damit nicht aufhören wollen? Die andere ohne Rücksicht auf Verluste ausbeuten? Die andere umbringen? Die bewusst Menschen opfern? Sei es durch Umweltverschmutzung, durch Kriege, durch moderne Sklaverei? Durch Kinderarbeit? Hast du eine Idee, wie man das alles friedlich beenden kann gegen den freien Willen der Täter?

>>>Damit ist für die an ihn Glaubenden ein Gewaltpotential zugänglich gemacht, das sie guten Gewissens gegen Feinde des Evangeliums einsetzen dürfen. <<<

Nei, nein und nochmal nein!

Das biblische Prinzip, das göttliche Prinzip ist: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein! Ist das irgendein Mensch? Nein!

Ist es Gott?,Ja! Und doch hat er alles getan, um die Sünden der Menschen auszumerzen, doch das muss man empfangen wollen, das nennt sich Freiheit. Gott zeigt uns Gut und Böse und er bittet uns, das Gute zu wählen, zwingt uns aber nicht dazu!
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
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Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Donnerstag 16. November 2017, 22:06

>>>Intoleranz scheint notwendig ein Wesensmerkmal der christlichen Religion zu sein.<<<

Kommt drauf an, von Religion vl., nicht nur der christlichen....

....von Nachfolgern Gittes und Christi...nein!

>>> Tatsächlich können Theologie und Kirche, welche die Bibel als Richtmaß nehmen, die Religions- und Gewissensfreiheit - Toleranz - ohne taktische Hintergedanken schwerlich gutheißen.<<<

Verstehe ich nicht....

Jesus war immer tolerant und ließ jeden glauben, was er wollte und leben, wie er wollte.
Verurteilt hat er nur die, die auf Kosten anderer
lebten (Tempel Reinigung) und die, die sich über andere erhoben und ihnen schwere Lasten auferlegten, die der Glaube gar nicht nötig machte....(Die Pharisäer)

>>>Denn Toleranz bedeutet, die Menschenwürde auch ohne ausdrückliche oder stillschweigende Berufung auf Gott unbedingt anzuerkennen.<<<

Auf jeden Fall!

<<<<Damit wird sich der eifernde, Gehorsam fordernde Jahwe der Bibel nie abfinden.<<<<

Das scheint mir eher vermitteltes religiöses Verständnis und Wissen zu sein. So etwas hörte ich noch vin keiner Religion außer von den Zeugen und Ex-Zeugen Jehovas. Warum wohl? Um den Schäfchen Angst einzujagen und bei der Stange zu halten...

....doch, von einzelnen evangelikalen Gruppen mit engen Machtstrukturen auch.....
Liebe Grüße von Ga-chen

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Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 13. Dezember 2017, 12:06

Ga-chen, Du unterscheidest zwischen Religion und der Nachfolge Jesu.
Das erinnert mich an die These vom „Religionslosen Christentum“:
Religionsloses Christentum und nicht-religiöse Interpretation sind zwei Schlagworte, die der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer zwischen dem 30. April 1944 und dem 23. August 1944 in Briefen verwandte, die er aus dem Wehrmacht-Untersuchungsgefängnis in Berlin-Tegel an den mit ihm eng befreundeten Theologen Eberhard Bethge schickte. Sie bezeichnen eine neue Auffassung des christlichen Glaubens, die Bonhoeffer in diesen Briefen skizziert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Religions ... hristentum
Das kann man… - doch führt hier weiter?
Es ist nicht zu erwarten, dass hier Deine Unterscheidung zwischen Nachfolge Jesu und Religion geteilt wird.

Zudem ist „Religion“ ein schwammiger Begriff, der „klassisch“ als Glaube an Gott/Götter, aber auch sehr viel weiter definiert wird, so das der Begriff „Religion“ alle Ideologien mit einschließt. – In diesem Forum konnten wir uns bisher nie auf eine gemeinsame Defionition einigen.

Ein anderer Ansatz:
Derjenige, der damals, den Satz schrieb
Heinrich5 hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2008, 16:27
Intoleranz scheint notwendig ein Wesensmerkmal der christlichen Religion zu sein.
lieferte seine Definition von Toleranz dazu:
Heinrich5 hat geschrieben:
Mittwoch 31. Dezember 2008, 16:27
Denn Toleranz bedeutet, die Menschenwürde auch ohne ausdrückliche oder stillschweigende Berufung auf Gott unbedingt anzuerkennen. Damit wird sich der eifernde, Gehorsam fordernde Jahwe der Bibel nie abfinden.
Toleranz bedeutet „Duldung“. Das heißt ein Mensch teilt zwar nicht dieselbe Auffassung, ist aber dafür, dass andere Menschen dies dennoch vertreten dürfen.
Der Grund, welshalb jemand tolerant ist, der ist völlig irrelevant.

Daher ist die oben zitierte Definition völliger Quatsch!

Der Wert „Toleranz“ wird übrigens auch als Kampfmittel benutzt, indem man anderen „Intoleranz“ unterstellt.
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Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Ga-chen » Samstag 23. Dezember 2017, 11:02

Hallo Christel,

natürlich unterscheide ich zwischen Religion und Nachfolge Jesu.
Ich war 46 Jahre lang in einer Religion und Niemand hat mir je erzählt, dass es Jesus um eine persönliche Beziehung mit uns geht, dass er die Nähe zu Gott fur den Menschen wiederherstellen wollte, die er im Garten Eden verlor. Niemand hat mir erzählt, dass Jesus an unserer Herzenstür steht und anklopft und darauf wartet, eingelassen zu werden. Niemand hat mir erzählt, dass wir sein Opfer für uns selbst bewusst annehmen müssen, weil es sonst für uns nicht zählt, egal wie das anders gepredigt wird, als ob man als in eine Religion hineingeborener und als Baby getaufter Mensch automatisch gerettet sei....die Bibel stützt das nicht. Laut Joh. irgendwas muss jeder diese Entscheidung alleine und selber treffen und dann mit Jesus zusammen in seinen Tod getauft werden, um mit ihm zu ewigem Leben aufzuerstehen. Dann bezeugt der Hl. Geist meinem Geist, dass ich ein Kind Gottes bin. Jesus sagt, wir müssen aus Wasser und Geist geboren werden.
Niemand hat mir erzählt, dass diese Haltung mit Sündenerkenntnis, Buße und Umkehr beginnt (metanoia) mit der Bitte an Jesus zur Sündenvergebung, mit der Lebensübergabe an Jesus, fortan nicht mehr für sich selbst zu leben, sondern Jesus in mir durch seinen Hl. Geist als Angeld oder Unterpfand, Jesus als Herrn im Leben anzunehmen. Es findet ein Herrschaftswechsel statt....aus der Dunkelheit zum herrlichen Licht!
Niemand hat mir das erzählt. Bei den Zeugen Jehovas auch nicht, da gilt es nur für 144000, so dass sich kein Zeuge angesprochen fühlt, wenn er diese Stellen liest, weil ihm vermittelt wurde, dass sie für ihn nicht gelten!

Deshalb unterscheide ich zwischen Nachfolge Jesu und Religion!

Ein Nachfolger Jesu kann einer Religion angehören und auch in Religionsgemeinschaften kann es Nachfolger Jesu geben, aber ein Automatismus ist es nicht.

Es zieht sich mir immer den Magen zusammen, wenn ich auf kath. Beerdigungen höre, dass dieser Mensch automatisch gerettet sei, ohne zu wissen, ob er Jesus sein Leben anvertraut hat....eine trügerische Sicherheit 😃

Darum unterscheide ich!

Jesus hat keine neue Religion gegründet und auch Paulus hatte das nicht vor, sondern wollte Juden- und Heidenchristen vereinen, leider war das mit dem damaligen religiösen Establishment nicht zu machen.
Wieder ein Punkt, warum die Beziehung zu Jesus entscheidend ist.
Es kann Zeiten geben, wo es nicht möglich ist, sich einer Gemeinschaft anzuschließen....wo Christen zerstreut werden...auch da bleibt nur die lebendige Beziehung zu Jesus bestehen!
Liebe Grüße von Ga-chen

„Jesus muss wohl Student gewesen sein: Er wohnte bei seiner Mutter, er hatte lange Haare, er war der Anführer einer Protestgruppe, er trank laufend Wein, und wenn er schon mal was tat, war's ein Wunder."
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Re: Glaube und Werte

Ungelesener Beitrag von Christel » Mittwoch 27. Dezember 2017, 21:55

Mir ist klar, dass Du unterscheidest. Hier unterscheidet jedoch sonst niemand. Auch ich unterscheide nicht, auch nach Deiner Erklärung nicht.
Ga-chen hat geschrieben:
Samstag 23. Dezember 2017, 11:02
Niemand hat mir je erzählt, dass es Jesus um eine persönliche Beziehung mit uns geht
Finde ich komisch, da Du ja sagst Du währest in der katholischen Kirche aktiv gewesen, bist zum Sonntagsgottesdienst gegangen, hattest eine kirchliche Ausbildung… - Was hast Du denn den Kindern erzählt?
Ga-chen hat geschrieben:
Samstag 23. Dezember 2017, 11:02
dass wir sein Opfer für uns selbst bewusst annehmen müssen, weil es sonst für uns nicht zählt,
Wo steht das in der Bibel?
Ga-chen hat geschrieben:
Samstag 23. Dezember 2017, 11:02
Laut Joh. irgendwas muss jeder diese Entscheidung alleine und selber treffen und dann mit Jesus zusammen in seinen Tod getauft werden, um mit ihm zu ewigem Leben aufzuerstehen.
Wo steht das bei Johannes?
Ga-chen hat geschrieben:
Samstag 23. Dezember 2017, 11:02
Es kann Zeiten geben, wo es nicht möglich ist, sich einer Gemeinschaft anzuschließen....
Dann kannst man nicht getauft werden. Die Gemeinschaft ist die Voraussetzung für die christliche Taufe.
„Ein Christ ist kein Christ“Tertullian
Ga-chen hat geschrieben:
Samstag 23. Dezember 2017, 11:02
Jesus hat keine neue Religion gegründet und auch Paulus hatte das nicht vor, sondern wollte Juden- und Heidenchristen vereinen, leider war das mit dem damaligen religiösen Establishment nicht zu machen.
Jesus und die von ihm gegründete Bewegung war nicht kompatibel mit dem Judentum, deshalb wurde Jesus gekreuzigt.
Heiden konnten immer Juden werden! Das Judentum hat immer Menschen aus anderen Gegenden und Religionen in sich aufgenommen.

Paulus kämpfte dafür, dass die Heiden nicht erst Juden werden mussten, um Christen zu sein.
Wir sind Christen, nicht Juden und das ist gut so!
Und ja, Paulus hätte es sehr viel leichter gehabt, hätte er nicht an der Gemeinschaft mit den Judenchristen festgehalten.
„Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.“ Dietrich Bonhoeffer (Widerstand und Ergebung)

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